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Der VAfK Karlsruhe existiert seit über 6 Jahren. Die Gruppe machte in dieser Zeit eine Entwicklung durch, die eine konsequente Vorwärtsorientierung dokumentiert. Diese bezieht sich auf mehrere Ebenen:
Schon vor der Gruppengründung am 25.10.2001 gab es in unserem geographischen Kernbereich Landkreis Karlsruhe 5 Mitglieder, die vom Bundesverein uns zugeordnet wurden. Nach dem ersten Artikel über uns in den BNN im Frühjahr 2002 schwoll die Zahl der Anwesenden bei den Gruppentreffen von 3 bis auf 10-20 an und auch die Zahl der Mitglieder stieg sprunghaft. Bis zum Jahr 2006 gab es eine insgesamt etwa lineare Mitgliederentwicklung von rund 15 Personen pro Jahr. Die scheinbare Stagnation in 2006 und die dagegen explosive Entwicklung in 2007 geben nicht wirklich die realen Zuwachsraten wider, sondern sind eher in der geschäftsmäßigen Behandlung der Neuzugänge begründet, da es von der Unterschriftsleistung unter einen Mitgliedsantrag bis zur endgültigen Aufnahme in die Mitgliederliste Verzögerungen geben kann.
Die Mitgliederzuwächse ergeben sich aus unseren Beratungs- und Betreuungsleistungen in einem Verhältnis von etwa 1 zu 6: pro 6 Neufällen bleibt uns ein Neumitglied. In früheren Jahren waren wir etwas nachlässig, was die Einforderung von Entgegenkommen bei der Inanspruchnahme von Leistungen angeht. Inzwischen erinnern wir bei weitergehenden Leistungen, die von uns im Rahmen eines Neufalles erbracht werden, immer wieder an die Angemessenheit eines Antrages auf Mitgliedschaft.
Institutionell erfolgte die Gruppengründung als Kreisverein des Bundesvereins ohne eigene Verantwortlichkeit gegenüber Gerichten und Finanzamt. Trotzdem unterwarfen wir uns von Anfang an den Strukturen, die von einem eigenständigen Verein gefordert werden. Insbesondere wurde der Vorstandsbericht von mir schon ab dem Ende des ersten Jahres der Existenz der Gruppe abgegeben.
Inzwischen sind wir, VAfK-Karlsruhe e.V., seit März 2007 ein eigenständiger gemeinnütziger Verein.
Das nächste Ziel ist, wie z.B. der VAfK Frankfurt oder Stuttgart als „Träger der freien Jugendhilfe“ anerkannt zu werden. Dass wir immer noch ohne jede öffentliche Förderung arbeiten und z.B. der Stadt Karlsruhe für die Benutzung des Raumes, in dem unsere Beratungstreffen stattfinden, Miete bezahlen, während jede neue und weitere Frauen-für-Frauen-Hilfe-Gruppe jede nur erdenkliche Stütze aus öffentlichen Steuertöpfen bekommt, zeigt, wie sehr wir gegen den Strom der Frauenförderung anzuschwimmen haben.
Inhaltlich haben wir immer mehr Arbeitsfelder belegt und diese auch qualitativ expandierend ausgefüllt. Doch dazu später mehr.
Das vergangene Jahr ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Gruppe. Wir sind an einer Position angekommen, die wir uns vor wenigen Jahren nicht zu erträumen wagten.
Dabei ist kennzeichnend, dass nicht unsere Forderungen an die Gesellschaft, z.B. in Form von Förderung aus öffentlichen Mitteln, sondern unsere Leistungen die Position der Gruppe bestimmen.
Zunächst einige Zahlen:
Beratungsaufwand
Bis etwa Anfang September 2007 habe ich meinen Beratungsaufwand gelistet, der wie im letzten Jahr einen reinen jährlichen Beratungsaufwand (persönlich, per Mail und telefonisch) von weit über 500 Zeitstunden nachweist.
Einerseits hat die persönliche Überlastung dazu geführt, dass ich diesen zusätzlichen Aufwand der Auflistung nicht mehr weiter betreibe, andererseits ergab die Listung für einen Zeitraum von über zwei Jahren genügend Anhaltspunkte für die weitere Einschätzung der geleisteten Arbeit. Die dabei gewonnen Werte brauchen wir für die künftige Beantragung von Förderung.
Außer mir sind Reinhard, Davor, Peter und Angela – und teilweise auch weitere Mitglieder der Aktivenrunde - in die Betreuungsarbeit eingebunden.
Es hat sich gezeigt, dass auch Mütter denselben Mechanismen und Repressalien ausgeliefert sein können wie Väter. Allerdings können sie das ihnen angetane Unrecht noch weniger begreifen, weil natürlich auch sie meinen, dass Kinder doch „naturgemäß“ ihnen zugeordnet werden müssten.
Neben den Zahlen zum Beratungsumfang sollte aber auch etwas zur Qualität dieser Betreuungsarbeit gesagt werden.
Personen, die zu uns kommen und Hilfe brauchen, erkennen unsere Erklärungsmodelle für die gesellschaftlichen und familienrechtspraktischen Funktionsweisen rund um das Geschehen bei problematischen Trennungen mit Kindern als schlüssig. Genau diese Erklärungen werden ihnen bei den öffentlich finanzierten Beratungsstellen vorenthalten. Wenn ihnen dort gesagt wird: „Lassen Sie Mutter und Kind erst mal zur Ruhe kommen!“, „Sorgen Sie dafür, dass es der Mutter gut geht, dann geht es auch Ihrem Kind gut!“ oder „Wir können Ihnen leider nicht helfen. Suchen Sie sich einen Anwalt!“, erhalten sie bei uns eine einleuchtende Erklärung dafür, warum sie gegen Beton laufen, warum sie hin und wieder in eigentlichen Beratungsterminen wahre Tribunale gegen sich erleben oder warum sie bei der Vokabel „Rechtsstaat“ spontan hohnlachen. Ihnen wird begreiflich gemacht, in welchen knappen Spielräumen sie mit welchen Mitteln welche Chancen haben und wo sie sich keine Hoffnungen machen sollten – und warum.
Beistandstätigkeit:
5 Beistandstermine beim JA Ka-West, JA Ka-Land und JA Bruchsal
6 Beistandstermine beim AG Karlsruhe, AG Calw, AG Ludwigshafen und AG Bretten (weitere stehen noch bis Ende dieses Jahres auf dem Terminkalender)
1 Beistandstermin beim OLG Karlsruhe
2 Beistandstermine bei der Polizei und der Kriminalpolizei in Verfahren um Trennungsereignisse
1 Beistandstermin im Rahmen einer Ehescheidung
1 Bestandstermin bei einem strafrechtlichen Verfahren im Umfeld einer Trennung
Weitere Beistandstätigkeiten wurden von anderen aktiven Mitgliedern durchgeführt.
Gespräche offiziellen Charakters:
04.01.2007 - Kontaktgespräch mit Vertretern des Landesjustizministeriums Stuttgart
15.01.2007 - Treffen mit Daniel Caspary, Europaabgeordneter der CDU, in Karlsruhe
19.01.2007 - 25jähriges Jubiläum der BRÜCKE im Jubez in Karlsruhe
28.03.2007 - Treffen mit Douglas Wolfsperger (Filmproduktion)
06.07.2007 - Sommerfest und 25-jähriges Jubiläum des SoDi Ka Mitte-Süd
15.08.2007 - Treffen mit Douglas Wolfsperger
13.10.2007 - Prospektion für Filmtermin in der Falkensteiner Höhle
Themenabende:
21.06.2007 - Themenabend mit MANNdat
02.08.2007 - Themenabend Mediation mit Mediator Markus Alf
18.10.2007 - Autorenlesung mit Michael Kornmahler
Eigene Veranstaltungen des VAfK-Karlsruhe:
10.12.2007 - Kundgebung in der Innenstadt zum Tag der Menschenrechte
Stände „Väterliche Weihnachtsgrüße“ in der Innenstadt an allen Samstagen im Advent
Vätertreff am Heiligabend 2006 in Karlsruhe
21. + 22.07.2007 - Stand beim FEST in Karlsruhe
26.07.2007 – Gartenfest in Bad Rotenfels
01.09.2007 – Gartenfest in Bad Rotenfels
Sonstige Veranstaltungen des VAfK-Karlsruhe:
Vier Landeskonferenzen in Stuttgart
24.02.2007 - Bundesmitgliederversammlung 2006 in Frankfurt
06.10.2007 – Bundeskoordinationskonferenz in Eisenach
Teilnahme an fremden Veranstaltungen:
Medienarbeit:
Es gab Themen, mit denen wir uns im letzten Jahr intensiver beschäftigten. Im Jahr 2006 waren dies der „Karlsruher Weg“ und das Themenfeld „Mediation“.
Im noch laufenden Jahr lagen Schwerpunkte auf folgenden Arbeitsbereichen:
a) Film von Douglas Wolfsperger
In diesem Zusammenhang gab es mehrere Treffen und im November eine ganze Reihe von Drehterminen
b) Ausweitung der Beistandstätigkeit vor Gerichten
Während wir bis jetzt ausschließlich bei Familiengerichten an Amtsgerichten in Sachen Sorge- und Umgangsrecht aktiv waren, wurde die Palette der Tätigkeitsfelder einerseits auf das OLG erweitert und andererseits in Bereiche, in die wir entweder normalerweise keinen Zugang haben, wie z.B. bei Scheidungsterminen oder die zunächst unseren Arbeitsbereich gar nicht betreffen, wie das Strafrecht.
Bei all diesen Terminen konnte konstruktiv mit gestaltet werden, was auch von Richterinnen und Richtern positiv aufgenommen wurde. Wir erfahren immer mehr, dass unsere Mithilfe geschätzt wird und dass und Richterinnen und Richter geradezu auffordern, an weiteren Verhandlungsterminen teilzunehmen und auch bereit sind, bei Terminierungen auf die Möglichkeiten der Beistände Rücksicht zu nehmen.
Bedeutend war im letzten Jahr der erste Versuch in der Frage, ob das Mutterwohl immer über der Bedeutung des Kindeswohles liegen muss, das Bundesverfassungsgericht anzurufen. Es geht im Detail darum, ob eine Mutter mit dem Kind innerhalb der BRD nach Lust und Laune weg ziehen und damit bis zu annähernd 1000 km zwischen Kind und Vater legen kann. In diesem Fall ging es für die Zulassung der Eingabe darum, ob die Betreuung eines Vaters durch einen Beistand auch bei der Eingabe beim BVerfG möglich ist. Wir konnten immerhin erreichen, dass die Betreuung durch einen Beistand im Rahmen einer Individualbeschwerde nach der ersten pauschalen Ablehnung und unserer erneuten weiteren Intervention durch ein Richterkollektiv geprüft und danach erneut abschlägig beschieden wurde. Jetzt muss geprüft werden, ob damit die Voraussetzungen gegeben sind, zum Europäischen Gerichtshof nach Straßburg zu gehen.
c) Schließlich muss der Ausbau der internen Struktur unserer Gruppe genannt werden, was im Zug der Funktion als eigener Verein eine neue Herausforderung darstellte. Diese Herausforderung wurde mit Bravour gemeistert, was die enorm produktive Einbindung des gesamten neuen Vorstandes in die laufende Arbeit anbetrifft.
d) Die Tatsache, dass wir seit September in die Planung für den ersten „Väterkongress“ eingestiegen sind, zeigt, dass diese unserer Gruppe ein Potential hat, das wir erst jetzt beginnen, auszuloten. Dieser Kongress Anfang Mai wird bundesweit einen neuen Meilenstein in der Funktion des VAfK setzen. Wir hoffen, diesem unserem eigenen Anspruch auch gerecht werden zu können, wofür besonders der Vorstand in den letzten Wochen schon ein respektables Arbeitspensum bewältigt hat.
e) Von weit reichender gesellschaftspolitischer und juristischer Bedeutung ist ein Erfolg, den ich beim Einspruch gegen den Strafbefehl einer Richterin erreichen konnte. Diese Richterin hat im Verbund mit einer Staatsanwältin den Vorwurf eines Vaters gegen den neuen Lebengefährten der Mutter, dieser hätte sich sexuell übergriffig gegen das Kind verhalten, als Fehlverhalten gewertet und den Vater zur Zahlung von 1000 Euro verurteilt. Ich konnte nachweisen, dass der Wortlaut der Begründung der Richterin in Fällen, in denen eine Mutter eindeutig Missbrauch mit dem Missbrauch getrieben hat, benutzt wird, um diese Mutter straffrei zu stellen. Ich konnte somit eindeutig eine Diskriminierung von Männern nachweisen und habe der Richterin gedroht, dies öffentlich zu machen. Darauf hin wurde der Strafbefehl zurück genommen.
Danksagungen
Noch im letzten Jahr machte uns der Zustand unserer Homepage große Sorgen.
Inzwischen hatte sich Dr. M.J diesem Sorgenkind angenommen und die ersten wichtigen Schritte zu einer Weiterentwicklung getan, wofür ich ihm besonders danken möchte. Auf dessen Basis hat seit einiger Zeit Henning Riepen die laufende Betreuung der Homepage übernommen. Ich hoffe, dass uns Henning möglichst lange als Webmaster erhalten bleibt und danke ihm für seine Arbeit.
Wenn eine ausreichende Qualität dieser Vereinspräsentation unserer Arbeit gerecht zu werden beginnt, werden wir uns bemühen, unsere Homepage auch so weit bekannt zu machen, dass auch die Nutzung ein Ausmaß erreicht, das ebenfalls der Bedeutung der Gruppe gerecht wird.
Zum Schluss meiner Berichterstattung möchte ich allen Aktiven und besonders den weiteren Mitgliedern des Vorstandes, Angela, Reinhard und Peter, für den Einsatz für unsere gemeinsame Sache ganz besonders danken.
Ich wünsche mir, dass die in den letzten Monaten gezeigte Leistungsbereitschaft nachhaltig weiter wirkt. Für die in den kommenden Monaten von uns erwartete Aufgabenbewältigung müssen wir eher noch mehr leisten und wünschen uns dafür die Einbindung von noch mehr schlummernden Ressourcen.
22.11.2007; Verfasser: Franzjörg Krieg, Sprecher des VAfK-Karlsruhe e.V.
Wir sind an einem denkwürdigen Punkt der Gruppengeschichte angekommen:
Diese markanten Glanzpunkte sind nur Beispiele der Auswirkungen einer konstanten Arbeit in der Gruppe über das ganze Jahr.
Zunächst einige Zahlen:
Beratungsaufwand
Bis Ende September habe ich persönlich in diesem Kalenderjahr 310 Beratungsstunden gelistet. Die Fehlzeiten ohne Eintragungen in der Liste lassen auf einen tatsächlichen Beratungsaufwand vom 1,5- bis 2-fachen dieses Umfanges schließen. Daneben sind inzwischen Reinhard, Davor und Peter in der Betreuung von Betroffenen tätig.
Neben den Zahlen zum Beratungsumfang sollte aber auch etwas zur Qualität
dieser Betreuungsarbeit gesagt werden.
Väter, die zu uns kommen und Hilfe brauchen, erkennen unsere Erklärungsmodelle
für die gesellschaftlichen und familienrechtspraktischen Funktionsweisen rund
um das Geschehen bei problematischen Trennungen mit Kindern als schlüssig.
Genau um diese Erklärung werden sie bei den öffentlich finanzierten Beratungsstellen
betrogen. Wenn ihnen dort gesagt wird: „Lassen Sie Mutter und Kind erst mal
zur Ruhe kommen!“, „Sorgen Sie dafür, dass es der Mutter gut geht, dann geht
es auch Ihrem Kind gut!“ oder „Wir können Ihnen leider nicht helfen. Suchen
Sie sich einen Anwalt!“, erhalten sie bei uns eine einleuchtende Erklärung
dafür, warum sie gegen Beton laufen, warum sie hin und wieder in eigentlichen
Beratungsterminen wahre Tribunale gegen sich erleben oder warum sie bei der
Vokabel „Rechtsstaat“ spontan hohnlachen. Ihnen wird begreiflich gemacht,
in welchen knappen Spielräumen sie mit welchen Mitteln welche Chancen haben
und wo sie sich keine Hoffnungen machen sollten – und warum.
Beistandstätigkeit
Gespräche offiziellen Charakters wurden geführt mit:
Das Studiogespräch bei family-tv hat, obwohl nur im Regionalprogramm zu empfangen,
doch viele Zuschauer erreicht, wie mir in den Wochen danach immer wieder signalisiert
wurde. Das öffentliche Bild von uns wird durch solche Sendungen stark mit
geprägt.
Erst im letzten Monat wurde für uns ein Plakat gestaltet, das unsere Darstellung
nach außen mit formen wird.
Das bedeutendste Ereignis im letzten Jahr war der Entschluss, die bestehende
Gruppe als e.V. zu etablieren. Die konstituierende Sitzung war am 13.07.2006
in Jöhlingen. Der Entschluss wurde offiziell von 13 anwesenden Mitgliedern
bestätigt und eine Satzung verabschiedet. Inzwischen läuft der Prozedur für
den einstweiligen Freistellungsbescheid und wir rechnen damit, uns noch vor
Ende dieses Jahres nicht mehr als e.V. i.G., sondern als ordentlichen eingetragenen
Verein bezeichnen zu können.
Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, werden wir uns bei der Stadt melden und zum ersten Mal sowohl die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe und die Berücksichtigung bei der Verteilung von Fördergeldern einfordern.
Gruppeninformationen
Im Berichtszeitraum erschienen die Gruppeninformationen Nr. 139 bis 159, also 21 Berichte in 12 Monaten. Mit der Ausgabe 157 wurde der Wandel vollzogen vom Gruppenrundbrief des VAfK Karlsruhe für einen erweiterten Empfängerkreis zum Väter-Express des VAfK Baden-Württemberg. Gleichzeitig wurde Layout und digitale Form fortschreitend verändert. Inzwischen kann der Väter-Express auch als pdf mit eingeschlossenen Anhängen versandt werden.Aktueller Stand und weitere Gruppenentwicklung
Mit der Wahl eines stellvertretenden Sprechers wurde Reinhard auch institutionell
sichtbar in die Verantwortung genommen, was entsprechende Konsequenzen in
Bezug auf die Leistungsbereitschaft hatte. Auch Davor und Peter haben sich
in die Beratung und Betreuung mit eingebunden. So haben wir zaghaft einen
Teil dessen verwirklicht, was schon vor Jahren immer wieder in meinen Tätigkeitsberichten
auftauchte: wir brauchen mehr Arbeitsteilung und Verantwortungsübernahme innerhalb
der Gruppe.
Da wir in diesem Jahr mit durchschnittlich 12 Anwesenden bei den
Treffen eine solide Basis für die weitere Gruppenarbeit haben, sollte dieser
Trend weiter geführt werden.
Viel Grund zur Sorge liefert der Zustand unserer Homepage. Trotz Wechsel in der Zuständigkeit konnten wir nicht das Maß an Eingliederung von Material auf die Homepage erreichen, das notwendig wäre, der Qualität unserer laufenden Arbeit gerecht zu werden. Dieses Problem endlich in den Griff zu bekommen, ist eine vorrangige Aufgabe für das kommende Jahr.
26.10.2006; Verfasser: Franzjörg Krieg, Sprecher des VAfK-e.V., Kreisgruppe Karlsruhe
Am Ende des vierten Jahres in der Gruppengeschichte möchte ich dessen Ablauf skizzieren und bewerten.
Zunächst einige Zahlen:
Gespräche offiziellen Charakters wurden geführt
mit:
- Persönliche Kurzvorstellung bei Justizminister Goll am Rand einer Veranstaltung
- MdB der CDU im Landkreis Karlsruhe Axel Fischer
- MdB der CDU Stadt Karlsruhe Ingo Wellenreuther
- Personen der Interventionsszene am Rande von Veranstaltungen
- 3 Treffen des Landeskoordinationsteams Baden-Württemberg in Stuttgart
mit Gründung des Landesverbandes
Gruppenkontakte
- WASG Karlsruhe
- Männerbüro Karlsruhe
- Kontaktgespräch mit Pro familia
- Kontaktgespräch mit dem Sozialen Dienst Karlsruhe
Teilnahme an gruppenfremden Veranstaltungen:
- 3. Familienkongress des VAfK in Halle
- Fachgespräch „Gewalt im sozialen Nahraum“ in Karlsruhe
- Herbst- und Frühjahrstagung der IDFAG Trennung und Scheidung Karlsruhe
- Diskussionsveranstaltung „Gentechnik“ im Ev. Dekanatszentrum
Karlsruhe
Eigene Veranstaltungen des VAfK-Karlsruhe:
- 3x Stand „Väterliche Weihnachtsgrüße“ in Karlsruhe
- Aktion „Vermisste Kinder“ mit Stand beim WALMART Karlsruhe,
ganztägig
- Brückentag mit Stand in Karlsruhe
- Stand beim FEST in Karlsruhe
- Vätertreffen an Heiligabend in Rotenfels
Themenabende:
- Themenabend mit 3 Vertretern des SoDi Ka: „Arbeitsauftrag des SoDi
und die Möglichkeiten und Grenzen von Beratung im Trennungs- und Scheidungsgeschehen“
- Themenabend mit Herrn Beer-Bercher von der Ehe- und Familienberatung Karlsruhe
bei uns: „Die Rolle des Vaters im Licht der Erkenntnisse der Bindungsforschung“
- Themenabend mit RA Theissen zum Familienrecht
Medienpräsenz:
- Großer Artikel in den BNN Rastatt am 24.12.2004
- SWR Ländersache, Diskussionssendung aus der Stuttgarter Innenstadt
am 13.01.2005
- SWR Landesschau, Live-Interview zum Thema Vaterschaftstests am 15.01.2005
- Artikel im BT „Beim Familienrecht sind wir eine Bananenrepublik“
am 28.01.2005
- Beitrag zum Thema Vaterschaftstests in der Zeitschrift mini am 23.02.2005
- Kurzer Beitrag in den BNN am 09.06.2005 zur Landesverbandsgründung
Aktionen des VAfK Karlsruhe:
- Teilnahme an der DEMO in Hamburg anlässlich des Haftantritts von Mathieu
Carriere am 12.12.2004.
- Engagement in Sachen „Vaterschaftstests“ im Januar 2005
- Herausgabe der Broschüre zum „Cochemer Weg“ zur Frühjahrstagung
der IDFAG am 08.04.2005
- Zum „Tag der vermissten Kinder“ Herausgabe eines eigenen Flugblattes
zum Thema
- Offener Brief an die Stadt Karlsruhe zur Gender-Politik am 20.06.2005
- Strafanzeige gegen das JA Karlsruhe-Land am 13.08.2005
- Eingabe an das RP in Sachen JA Karlsruhe-Land am 07.09.2005
Gruppeninformationen
Auf Grund von Überlastung ging die etwa wöchentliche Herausgabe
im letzten Jahr auf eine etwa monatliche Ausgabe zurück. Dies wird auch
weiterhin nach Bedarf und zeitlicher Ressource variabel gehandhabt.
Aktueller Stand und weitere Gruppenentwicklung
Nach einer Phase der Konfrontation, die für das Schaffen eines Problembewusstseins
notwendig war, können wir inzwischen einen Gang zurück schalten.
Vor 4 Jahren war das gesamte Feld der familialen Intervention mit Frauengruppen
und Kommunalpolitik homogen und stand unseren Bemühungen mit gleichgeschalteter
Skepsis gegenüber.
Inzwischen ist dieses Feld aufgebrochen. Die Konfrontation verlagert sich
zunehmend von uns weg in die Szene hinein. Unsere Kritik und unsere konstruktiven
Vorschläge werden von Einzelpersonen und Kleingruppen aufgenommen und
verstanden. In dieser Phase ist es unsere Aufgabe, die Diskussion in der Szene
zu begleiten und mit zu gestalten.
Die Fortbildungsreihe des Landes in Sachen „Cochemer Weg“ hat
eine Wirkung erzielt, die unsere Bestrebungen aufnimmt und die in ihrem Ausmaß
noch nicht abzuschätzen ist. Ich kann feststellen, dass inzwischen maßgebliche
Personen unsere Intention endlich verstehen, schätzen und auch offen
mit vertreten.
Ich erinnere nochmals an unseren Beitrag dazu:
- am 1. und 2. November 2003 fand der 2. Familienkongress des VAfK (Bund)
in Halle (immerhin Partnerstadt von Karlsruhe) statt. Thema: Das Recht der
Kinder. Referenten: Proksch mit einem Referat zu seiner Studie, JA-Leiter
Lengowski und Richter Rudolph zum Cochemer Weg. Beide konnten wir in einem
exclusiven Kreis persönlich kennen lernen. Damit startete eine von uns
unterstützte Reihe von Fortbildungsveranstaltungen in der ganzen Bundesrepublik.
- Am 23.06.2004 waren wir vom VAfK Baden-Württemberg zu zweit zu einer
Vorsprache im Landesjustizministerium in Stuttgart. Einer der Hauptpunkte:
Der Cochemer Weg. Vorher schon gab es Kontakte auf Bundesebene mit dem Landesjustizministerium.
Gleichzeitig erfolgte die Planung einer Fortbildungsreihe in den vier Regierungsbezirken
BWs.
- Am 08.04.2005 fand die Frühjahrstagung der Interdisziplinären
Facharbeitsgemeinschaft Trennung und Scheidung Karlsruhe statt. Wir hatten
im Vorfeld dazu unsere Info-Broschüre zum Cochemer Weg aufgelegt, stellten
sie auf unserer Homepage ins Netz und verteilten sie erstmals öffentlich
bei der Frühjahrstagung.
Dieser unser Beitrag ist Teil der Verbreitungsgeschichte des Cochemer Weges.
Das heißt nicht, dass wir uns nun zurücklehnen können. Wir
sind immer noch mit Ignoranz und ideologischem Scheuklappentum konfrontiert.
Während wir innerhalb der Beratungsszene zunehmend Verbündete finden,
zelebrieren Frauenförderszene und Kommunalpolitik in Karlsruhe immer
noch eine Katastrophe, für die sie sich schon lange schämen müssten.
In wenigen Jahren werden einige Vertreterinnen diese Tatsache wohl versuchen,
wie Hundedreck von den Pömps los zu werden. Beispiele für die Ignoranz
und Kurzsichtigkeit sind das Nicht-eingehen auf den Offenen Brief und der
neueste Infobrief der Stadt zum Thema „Häusliche Gewalt“.
Einerseits ist die Diskussion um Sichtweisen innerhalb der Szene angestoßen,
andererseits werden Bequemlichkeit, Sesseladhäsion und Kurzsichtigkeit
wohl dafür sorgen, dass eine Veränderung nur sehr langsam und mühselig
vonstatten gehen wird. Hier sind wir als Hebammen gefragt.
Wir müssen jede Gelegenheit nutzen, um uns bei Diskussionen in Veranstaltungen,
Fortbildungen, Tagungen und Kongressen zu Wort zu melden. Allerdings muss
dies inzwischen mit viel Fingerspitzengefühl erfolgen, da wir erste gewonnene
Sympathien nicht verlieren und neue hinzu gewinnen wollen. Dort wo entschiedene
Haltung in der Gegenposition nötig ist, müssen wir allerdings auch
immer unser Profil wahren.
Die weitere Beschreitung eines anspruchvollen Weges in der Gruppenentwicklung
geht nur mit einer starken Gruppe von konsequent und kompetent arbeitenden
Einzelpersönlichkeiten. Wir müssen es schaffen, noch mehr Einzelpersonen
in die kontinuierliche Arbeit einzubinden.
Ansätze dafür zeigen sich immer wieder. Die nach wie vor gute Präsenz
bei unseren Treffen zeigt, dass unser Potential auf einer soliden Basis ruht.
Ich danke allen von Euch, die im vergangenen Jahr konstruktiv mitarbeiteten
und bitte Euch alle um weitere und verstärkte konstruktive Mitarbeit
an den Bemühungen für unsere Sache, dem „Väteraufbruch
für Kinder“.
Franzjörg Krieg
Sprecher des „Väteraufbruch für Kinder“, Kreisgruppe
Karlsruhe
27. Oktober 2005
Der VAfK Karlsruhe ist inzwischen 3 Jahre alt und hat sich in der Region
etabliert. Wenn wir auch nicht von allen Vertretern und Vertreterinnen der
professionellen familialen Interventionsszene geliebt werden, haben wir uns
doch ein Gewicht erarbeitet, das nicht mehr zu ignorieren ist.
Ich versuche, im Folgenden einen Überblick über meine Aktivitäten
als Sprecher des VAfK-Karlsruhe während der vergangenen 12 Monate zu
bieten, muss aber um Nachsicht bitten, wenn ich bei der Vielzahl der Aktivitäten
evtl. den einen oder anderen Termin nicht in meiner Liste haben sollte.
Beratung
Es muss vorausgeschickt werden, dass unsere Beratung nicht den Anspruch erheben
kann, die Qualität einer professionellen Beratung von ausgebildeten Fachkräften
vorweisen zu können. Wir machen Beratung im Kontext von Selbsthilfe Betroffener
und stellen fest, dass diese genutzt und dankbar angenommen wird.
Die im Folgenden genannten Zahlen habe ich aus meinen privaten Protokollen
ermittelt. Allerdings habe ich viele Beratungen durchgeführt und viele
Schriftsätze aufgesetzt oder redigiert, die ich nicht in meinen Protokollen
festgehalten habe. Wenn ich z.B. unterwegs angerufen werde, trage ich dies
nicht immer auch abends in die Liste ein. Dafür ist mein Tagesablauf
zu komplex, um diese Geschäftsaufgaben nebenher auch perfekt leisten
zu können. Die Zahlen sind also Mindestwerte, die tatsächlich um
Einiges höher liegen müssten.
Beratungen fanden zunächst während unserer Treffen statt. Daneben
meldeten sich immer wieder Väter mit Beratungsbedarf privat bei mir.
Im Berichtszeitraum fanden im Luise-Riegger-Haus in Karlsruhe 20 Beratungstreffen
mit insgesamt 206 Anwesenden statt (aufsummiert).
Daneben fanden auch immer wieder Beratungen im Rahmen unserer anderen Sitzungen
in Jöhlingen statt.
Weitere Beratungen fanden privat bei mir in Rotenfels, bei den zu Beratenden
zuhause und an verschiedenen Treffpunkten statt.
Außerdem habe ich telefonisch und per E-Mail beraten. Gerade diese Beratungen
sind in ihrer Mehrzahl wohl nicht aufgeführt, weil die Protokollarbeit
einfach zu aufwändig wäre.
In der persönlichen Beratung bei mir waren nach Protokollen 29 Väter,
die teilweise über längere Zeit oder auch während des ganzen
Jahres betreut und mit einem Aufwand von bis zu über 25 Stunden pro Person
begleitet wurden (Gespräch, Beratung, Schriftsätze).
Anwesenheit bei den speziell ausgewiesenen Beratungstreffen (ohne Anwesenheit von zu Beratenden bei den restlichen 2-3 offenen Treffen im Monat)
Im Jahr 2003 waren bei 22 Beratungstreffen insgesamt 216 Personen anwesend
Im Jahr 2004 waren es bis zum 11.11.2004 bei 20 Beratungstreffen insgesamt
206 Personen, weitere 3 Beratungstreffen werden in diesem Jahr noch stattfinden.
Beistandstätigkeit
- Begleitung von D. W.-W. beim Jugendamt Bruchsal
- Begleitung von M. L. beim Jugendamt in Bühl
- Begleitung von A. B. bei einem Anwaltstermin
- Umgangsbegleitung für C. K.
- Begleitung von U. N. beim Jugendamt
- Begleitung von L. M. zum Polizeirevier
Gespräche offiziellen Charakters wurden geführt
mit:
- Frau Monika Schneider, Abteilungsleiterin im Kreisjugendamt
- Herrn Seekircher, Leiter der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe
- MdB der SPD Frau Brigitte Wimmer
- MdB der CDU Olav Gutting (Wahlkreis Bruchsal)
- Gespräch im Landesjustizministerium Stuttgart
- Hans Peter Menke, „Täterberater“ in Karlsruhe
- Kontaktgespräche mit verschiedenen VertreterInnen der Karlsruher familialen
Interventionsszene am Rande von Veranstaltungen
- 6 Treffen des Landeskoordinationsteams Baden-Württemberg in Stuttgart
Gruppenkontakte
- Bisher 2 Treffen mit der Ehe- und Familienberatung Karlsruhe
- Am 01.12. erstes Treffen mit Pro familia
- Am 13.12. erstes Treffen mit dem SD Karlsruhe
- Männerbüro Karlsruhe
Briefkontakte
- Bundesfamilienministerin Schmidt
- Landrat Kretz
- Bürgermeister Denecken
- Amtsleiter des Kreisjugendamtes Kalteisen
- Frau Rastätter, Polizeipräsidium Karlsruhe
- Wildwasser e.V.
Teilnahme an gruppenfremden Veranstaltungen:
- Treffen der Selbsthilfegruppen bei der Parität in Karlsruhe
- 2. Familienkongress des VAfK in Halle
- Vortrag von Ursula Kodjoe in Bruchsal
- Herbsttagung der IDFAG Trennung und Scheidung Karlsruhe
- Veranstaltungsreihe zur Häuslichen Gewalt im Oktober und November
- 3. Familienkongress des VAfK in Halle
Eigene Veranstaltungen des VAfK-Karlsruhe:
- Stand am 25.10.2003 in Karlsruhe
- Beistandseminar in Jöhlingen
- 2 x Stand in Karlsruhe „Väterliche Weihnachtsgrüße“
- „MauerDEMOntage“ am Tag der Menschenrechte in Karlsruhe
- Vätertreffen an Heiligabend und Silvester in Bad Rotenfels
- Themenabend Mediation mit der Ehe- und Familienberatung Karlsruhe
- Themenabend mit RA Theissen: „Zwangsmaßnahmen bei Umgangsboykott“
- Brückentag am 05.06. mit Stand in Karlsruhe
- Stand bei FEST in Karlsruhe
- Teilnahme an der 17. BMV in Frankfurt
Medienpräsenz:
- Artikel in den BNN zum Beistandseminar
- Artikel in den BNN zur Mauerdemontage
- Sendung im ZDF „Mona Lisa“ anlässlich der MauerDEMOntage
- Sendung im Fernsehen 3. Programm zu Aktionen der Gruppe
- Teilnahme der Gruppe und Live-Interview mit mir zur Abendschau des 3. Programms
am 25.06.2004
- Artikel in den BNN zum Thema Beratung
Einige statistische Angaben, die unsere Gruppe beschreiben:
Wir haben zur Zeit offiziell 51 Mitglieder, wobei allerdings noch einige nicht
berücksichtigt sind, die zwar zu uns gehören, diesen Wunsch aber
noch nicht der Bundesleitung mitgeteilt haben.
Die Anwesenheitsliste umfasst zur Zeit 144 Personen, die mindestens schon
1 Mal bei einem unserer Treffen waren. Für 75 Interessenten blieb es
auch bei diesem ersten Besuch.
17 Betroffene waren 4-10 mal bei unseren Treffen
12 waren 11-30 mal bei den Treffen und
14 waren 30 und mehr mal Teilnehmer bei unseren Donnerstags-Treffen.
Der Kreis der aktiveren Teilnehmer umfasst nach wie vor etwa 20 Personen,
auf die wir auch bei Veranstaltungen zurück greifen können.
Im Berichtszeitraum gingen von mir 44 Gruppeninformationen an die Gruppe und inzwischen auch an einen erweiterten Empfängerkreis in der BRD und im deutschsprachigen Ausland.
Im Berichtszeitraum vom 30.10.2003 bis zum 11.11.2004 waren durchschnittlich
9,8 Teilnehmer bei unseren Treffen, obwohl hier auch alle
Veranstaltungen mitgezählt sind, die ja oft nur von weniger als 5 Aktiven
bestritten wurden.
Anmerkungen zur weiteren Gruppenentwicklung
Es geht um – und hier übernehme ich aus meinem Bericht vom letzten
Jahr -
- effektivere Medienpräsenz und mehr live-Präsenz in der Öffentlichkeit,
besonders bei gruppenfremden Veranstaltungen zu unserer Thematik verwandten
Themen
- mehr Kontakte zu Politikern
- Druck von eigenen Broschüren und Flyern zu verschiedenen Themen
- Ausbau einer gruppeneigenen Infothek mit Print-Materialien und einer Mediothek
- und um die Gestaltung unserer Gruppe zu einer mit fortschreitender Kompetenz
ausgestatteten Ansammlung von Aktivisten, die jeweils eigene Aufgabenbereiche
und Projekte betreuen.
Die weitere Beschreitung eines anspruchvollen Weges in der Gruppenentwicklung
geht nur mit einer starken Gruppe von konsequent und kompetent arbeitenden
Einzelpersönlichkeiten. Wir müssen es schaffen, noch mehr Einzelpersonen
in die kontinuierliche Arbeit einzubinden.
Ansätze dafür zeigen sich immer wieder. Die nach wie vor gute Präsenz
bei unseren Treffen zeigt, dass unser Potential auf einer soliden Basis ruht.
Ich danke allen von Euch, die im vergangenen Jahr konstruktiv mitarbeiteten
und bitte Euch alle um weitere und verstärkte konstruktive Mitarbeit
an den Bemühungen für unsere Sache, dem „Väteraufbruch
für Kinder“.
Franzjörg Krieg
Sprecher des „Väteraufbruch für Kinder“, Kreisgruppe
Karlsruhe
11. November 2004
Ich versuche, im Folgenden einen Überblick über meine Aktivitäten als Sprecher des VAfK-Karlsruhe während der vergangenen 12 Monate zu bieten, muss aber um Nachsicht bitten, wenn ich bei der Vielzahl der Aktivitäten evtl. den einen oder anderen Termin nicht in meiner Liste haben sollte.
Am 24.10.2002 wurde ich zum 1-jährigen Bestehen unserer Gruppe zum Sprecher
gewählt.
Vom 24.10.2002 bis 23.10.2003 fanden 49 Gruppentreffen an Donnerstag Abenden
mit durchschnittlich etwa 10 Teilnehmern statt, von denen ich nur eine wegen
Verhinderung nicht besuchen konnte. An die Mitglieder- und Interessenten-Mail-Liste
gingen von mir über 50 Info-Mails.
Gespräche offiziellen Charakters wurden geführt
mit:
- der Frauenbeauftragten des Landkreises Karlsruhe und gleichzeitig Abteilungsleiterin
im Jugendamt Karlsruhe-Land
- dem Amtsleiter der Jugendamtes Karlsruhe-Land, Herrn Kalteisen
- Landrat Kretz
- Herrn Werner vom Jugendamt Karlsruhe
- Frau Thymm vom KSB
- Herrn Seekircher, Leiter der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe
- Herrn Hügel, Leiter der psychologischen Beratungsstelle bei der Caritas
in Bruchsal
- Herrn Igel, Landesjugendamt Stuttgart
- der Frauenbeauftragten der Stadt Karlsruhe
- der Stadtkämmerei der Stadt Karlsruhe
- MdB der SPD Herrn Tauss
- dem Justiziar des Oberschulamtes Karlsruhe
Teilnahme an gruppenfremden Veranstaltungen:
- Fachtagung „Häusliche Gewalt“ mit Prof. Salgo in Karlsruhe
Eigene Veranstaltungen des VAfK-Karlsruhe:
- Aktion zur ersten Verhandlung über die Verfassungskonformität
des §1626a vor dem BVerfG
Fr 08.11. – Aufnahmetermin mit SWR-Radio
Mo 18.11. – erster Sendetermin SWR 4, 12.30-13.00 Uhr
Di 19.11. – Mahnwache beim BVerfG und Stand in der Kaiserstraße
Di 19.11. – zweiter Sendetermin SWR 1, 22.15 Uhr
Mo 18.11. – Drehtermin mit SWR-tv, Redaktion Recht
Di 19.11. – erster Sendetermin im Morgenmagazin, zweiter Sendetermin
im Mittagsmagazin, weitere in der Tagesschau
- 3 Standaktionen beim Weihnachtsmarkt in Karlsruhe
- Stand in Karlsruhe zur Urteilsverkündung beim BVerfG in Sachen §
1626a
- Aktion zum 1. Mai beim Kongreßzentrum in Karlsruhe
- Vatertagsaktion: Vater-Kind-Aktion Höhlentour
- Brückentag 2003: Stand vor der Hauptpost mit Banner an einer Brücke
- Teilnahme an der zentralen Demo in Berlin
- Stand über 2 Tage beim FEST in Karlsruhe
- Teilnahme an der 16. BMV des VAfK-Bund in Augsburg
Medienpräsenz:
- 2 Artikel in den BNN anlässlich der Aktion zum BVerfG-Urteil
- 1 Artikel in den BNN als Bericht über unsere Gruppe
- 2 exponierte Artikel im „Karlsruher Kind“
- 1 Sendung im Radioreport Recht des SWR
- kurze Fernsehsendungen anlässlich des BVerfG-Urteils
Im Verlauf des vergangenen Jahres habe ich Beistandstätigkeit
für 6 Gruppenmitglieder ausgeführt und war in diesem Zusammenhang
- beim Jugendamt Karlsruhe Stadt
- beim Jugendamt Karlsruhe-Land
- beim Jugendamt Bruchsal
- beim Jugendamt Calmbach
- in einem Mannheimer Kindergarten
- beim Sozialen Dienst in Durlach und
- beim Familiengericht in Calw
Gruppenkontakte wurden geknüpft mit
- dem ISUV Karlsruhe
- dem KSB Karlsruhe und
- dem Männerbüro Karlsruhe
Beim für uns äußerst kritischen Jugendamt Karlsruhe-Land konnte die erste ausführliche Aktenauskunft durchgesetzt werden.
In Sachen VAfK gingen viele Schreiben nicht nur an lokale Stellen und Politiker, sondern auch an Ministerien und bis zum Bundeskanzler.
Einige Anmerkungen zu statistischen Angaben, die unsere
Gruppe beschreiben:
Die Mitglieder- und Interessentenliste beinhaltet zur Zeit rund 150 Namen.
120 davon sind in der gruppeninternen e-Mail-Runde erreichbar.
33 Interessenten sind inzwischen zu Mitgliedern geworden.
Die Anwesenheitsliste umfasst zur Zeit genau 100 Personen, die mindestens
schon 1 Mal bei einem unserer Treffen waren. Für 41 Interessenten blieb
es auch bei diesem ersten Besuch.
28 Betroffene waren 10 und mehr mal bei unseren Treffen
14 waren 20 und mehr mal bei den Treffen und
7 waren 30 und mehr mal Teilnehmer bei unseren Donnerstags-Treffen.
Der Kreis der aktiveren Teilnehmer umfasst etwa 20 Personen, auf die wir auch
bei Veranstaltungen zurück greifen können.
Im Zeitraum des letzten Jahres vom 24.10.2002 bis um 16.10.2003 waren durchschnittlich
10,08 Teilnehmer bei unseren Treffen, obwohl hier auch alle
Veranstaltungen mitgezählt sind, die ja oft nur von weniger als 5 Aktiven
bestritten wurden.
Im Verlauf der letzten 2 Jahre hatten wir etwa 90 gemeinsame Gruppentermine
bei Treffen und eigenen Veranstaltungen.
Wenn man diese Zahlen vorsichtig interpretiert, kann man unter Hinzuziehung
weiterer Erkenntnisse feststellen:
- die Mehrzahl der betroffenen Väter sieht für sich zunächst
keine Notwenigkeit oder es fehlt an Antrieb, Kontakt und Zeit, sich mit ihren
Problemen als Vater intensiver auseinander zu setzen
- Wenn sie sich mit dem Themenkomplex auseinander setzen, tun sie dies meist
erst, wenn sie die Probleme schon haben und äußerst selten präventiv
- Sie suchen den Kontakt zur Gruppe oft in erster Linie, um kostenlos an Hilfestellung
zu kommen und bleiben weg, wenn sie das Ausmaß an Nützlichkeit
für ihren Fall abgeschätzt haben
- Nur ein kleiner Teil von Vätern ist in einer dauerhaft für sie
bedrängenden Situation, bewahrt dabei den Anspruch an das eigene Vater-Sein
und setzt diesen Anspruch in ein dauerhaftes Interesse an Engagement für
die Sache um
Wir haben in unserer Gruppe eine sehr glückliche Ausgangslage. Ich kenne keine einzige weitere VAfK-Gruppe in der Bundesrepublik, sie sich turnusmäßig wöchentlich trifft bei einer konstanten Teilnehmerzahl von etwa 10 Personen und einem ebenso großen „harten Kern“, auf den man bei Aktivitäten zugreifen kann und die auch dann handfest zugreifen.
Ich muss betonen, dass wir auf eine stolze Bilanz zurückblicken können. Die Dimension der Arbeit, die noch getan werden müsste, ist allerdings ungeheuer groß.
Gruppenentwicklung
Es geht um
- effektive Medienpräsenz und mehr live-Präsenz in der Öffentlichkeit,
besonders bei gruppenfremden Veranstaltungen zu unserer Thematik verwandten
Themen
- mehr Kontakte zu Politikern
- Druck von eigenen Broschüren und Flyern zu verschiedenen Themen
- Ausbau einer gruppeneigenen Infothek mit Print-Materialien und einer Mediothek
- und um die Gestaltung unserer Gruppe zu einer mit fortschreitender Kompetenz
ausgestatteten Ansammlung von Aktivisten, die jeweils eigene Aufgabenbereiche
und Projekte betreuen.
In einem starken Monat haben wir mit dem BEISTAND-SEMINAR
hier in Jöhlingen die erste Fortbildungs-Veranstaltung, die bundesweite
Aufmerksamkeit findet mit Frau Kodjoe, einer der renommiertesten Referentenpersönlichkeiten
der deutschsprachigen Fachszene.
Für das kommende Jahr planen wir in Karlsruhe eine überregionale
Fachveranstaltung zum Thema Umgang, die sicher einen starken Impuls aussenden
wird.
Die weitere Beschreitung eines solch anspruchvollen Weges geht schließlich nur noch mit einer starken Gruppe von konsequent und kompetent arbeitenden Einzelpersönlichkeiten, die nach innen harmonieren müssen und nach außen ein einheitliches Bild abgeben. Wir müssen es schaffen, noch mehr Einzelpersonen in die kontinuierliche Arbeit einzubinden und bestehende Differenzen und atmosphärische Störungen aus dem Team der für die Gruppe Tätigen heraus zu bekommen. Nur so werden wir auf dem bis jetzt steil bergauf eingeschlagenen Weg weiter voran kommen und keinen Bruch in der Gruppen-Vita hinnehmen müssen.
Wir stehen an der Schwelle zur Gründung eines Landesverbandes Baden-Württemberg. Unsere Gruppe hier in Karlsruhe – der Stadt des Rechtes - nimmt schon jetzt eine herausgehobene Stellung innerhalb der baden-württembergischen Gruppen ein, was sich an den bisher stattgefundenen und den geplanten Veranstaltungen ablesen lässt. Bis jetzt konnten wir den Anforderungen genügen, die an uns gestellt wurden, was aber mit den wachsenden Aufgaben auch schwerer werden wird und nur mit besonderem Engagement bewältigt werden kann.
Ich danke allen von Euch, die im vergangenen Jahr konstruktiv mitarbeiteten und bitte Euch alle um weitere und verstärkte konstruktive Mitarbeit an den Bemühungen für unsere Sache, dem „Väteraufbruch für Kinder“.
Franzjörg Krieg
Sprecher des „Väteraufbruch für Kinder“, Kreisgruppe
Karlsruhe
Oktober 2003