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SPEZIAL
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
(EGMR)
Pressemitteilung VAfK
Väteraufbruch begrüßt Widerspruchslösung zum Sorgerecht

Bundesvorsitzender Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller im Gespräch mit der heute-Redaktion

Sa 24.07.2010

Der Bundesvorsitzende des Väteraufbruchs für Kinder e.V., Prof. Ulrich Mueller (Marburg) sagte heute (24.07.2010) abend in der Sendung „Heute“ im ZDF, dass der Väteraufbruch die von der Regierungskoalition vorgeschlagene Widerspruchslösung zur Gemeinsamen Sorge unverheirateter Eltern begrüsse. „'Allen Kindern beide Eltern' muss heissen: allen Kindern vollgültige Väter, die gleich stark und gleich verantwortlich sich mit den Müttern um die Kinder kümmern, egal in welchen Rechtsbeziehungen die Eltern sich zueinander befinden.

Die Antragslösung, wonach die gemeinsame Sorge vom Vater erst bei Gericht beantragt werden muss, habe soviele Nachteile und trage soviel Streit in die Beziehung von Mutter und Vater hinein, dass andere europäische Länder, die die Antragslösung früher eingeführt hatten, sie mittlerweile durch eine Widerspruchslösung ersetzt haben.

Prof. Mueller unterstützte nachdrücklich die Haltung der für den Gesetzesentwurf zuständigen Berichterstatterin der CDU Fraktion, Ute Granold MdB, wonach auch ein Widerspruch der Mutter nur bei guten Gründen erfolgreich sein dürfe. „Letztlich können bei einem Widerspruch nur solche Gründe durchgreifen, wonach ein Vater, der die gemeinsame Sorge erhalten hat, diese sofort wieder aberkannt bekommen müsste. Das wird nur sehr ausnahmsweise der Fall sein“.

Die Gesetzgebungspläne der Regierungskoalition trügen auch der geänderten gesellschaftlichen Wirklichkeit Rechnung. „Die Mütter von heute sind nicht mehr die Muttis von gestern“ sagte Mueller ironisch. Mütter von heute seien berufstätig und hätten es gelernt, im Job auch erhebliche zwischenmenschliche Konflikten rational und konstruktiv zu lösen. Dies könne ihnen auch in der Elternschaft zugemutet werden. Mueller mahnte, auch die Väter müssten der gewachsenen Verantwortung gerecht werden: „Wer mehr Rechte verlangt, muss auch mehr Pflichten übernehmen.“

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Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller
Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller
Bundesjustizministerium
Ledige Väter sollen grundsätzlich Sorgerecht erhalten

Die schwarz-gelbe Koalition will die Rechte lediger Väter stärken. Unverheiratete Eltern sollen von Anfang an ein gemeinsames Sorgerecht für ihr Kind erhalten - es sei denn, die Mutter widerspricht. Noch im Herbst soll ein Gesetzentwurf fertig sein.....

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EUROPARAT

Bald neues Sorgerecht für unverheiratete Väter

19.02.2010

Das Sorgerecht für die Kinder unverheirateter Elternpaare in Deutschland soll bis Jahresende neu geregelt werden und die Väter besser stellen.

dpa INTERLAKEN.
Das Sorgerecht für die Kinder unverheirateter Elternpaare in Deutschland soll bis Jahresende neu geregelt werden und die Väter besser stellen.

Das sagte die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) am Freitag in Interlaken der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das deutsche Gesetz räumt der Mutter ein Vetorecht bei der Vergabe des Sorgerechts ein. Dies hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (Egmr) im vergangenen Dezember als Verstoß gegen die Achtung des Familienlebens und das Diskriminierungsverbot bewertet. (zum Artikel)

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21.02.10, Kommentar von Franzjörg
Zitat:
"Das Sorgerecht für die Kinder unverheirateter Elternpaare in Deutschland soll bis Jahresende neu geregelt werden und die Väter besser stellen."
Das sagte die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).

Schön. Gut. Und natürlich freue ich mich als nicht ehelicher Vater über solche Ankündigungen.

Warum keine Luftsprünge?

Wir nicht ehelichen Väter haben uns seit –zig Jahren daran gewöhnen müssen, zunächst völlig ignoriert und entrechtet zu werden, seit 1998 überhaupt erst als existent wahrgenommen und seither vertröstet bzw. an der Nase herum geführt zu werden.

Wer den Eiertanz des Justizministeriums seit dem Urteil des BVerfG vom 29.01.2003 mit verfolgt hat und erlebt hat, wie wir nicht ehelichen Väter hingehalten und (pardon, aber das muss jetzt wirklich sein) verarscht wurden, der ist sehr hellhörig.

"Soll" und "besser stellen" sind zwei Variablen in der Aussage von Frau Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Diese hat aber auch schon mal der Frauenlobby versprochen, dass diese sich darauf verlassen könne, dass sich nichts ändern würde.

Politik funktioniert nach Regeln, die vom betroffenen Volk immer wieder auch als "schmutziges Geschäft" wahrgenommen werden.

Wir wissen, dass wir Teil dieses Systems sind und wir nehmen unsere Verantwortung wahr. Wir werden nicht aufhören, darauf zu bestehen, dass wir als Väter zur Verfügung stehen. Rundum. Und nicht nur als diejenigen, die für alle anderen die Zeche bezahlen. Wir sind Väter. Punkt.

Nach den neuesten Debatten zu schließen, hätten wir wohl bessere Chancen, wenn wir alle schwul wären. Wir sind aber in der überwiegenden Mehrheit einfach nur heterosexuelle nicht eheliche Normal-Väter, die nicht so viel Zuwendung bekommen wie Homosexuelle beim OSD sogar durch Ministerinnen. Das macht zwar deutlich, wie in der BRD Familienpolitik funktioniert, ist aber ein Drama für unsere Kinder
Lesen Sie hierzu auch einen Beitrag von Franzjörg, den er auf der Kundgebung im vergangenen Dezember kundgetan hat
(mehr lesen)

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Fünfte Sektion

Anonymisierte nichtamtliche Übersetzung aus dem Englischen
Quelle: Bundesministerium der Justiz, Berlin

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Auszug aus dem Gastkommentar von Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller in Welt-Online:
09.12.2009

Brecht die Macht der Mütter!

Kommentatoren des Urteils aus Straßburg und die überwältigend positiven Online-Befragungen waren sich einig: Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof zwingt Deutschland zur weiteren Modernisierung des Familienrechts. Deutschland muss Väter und Mütter, die nicht miteinander verheiratet sind, gleich behandeln. Es ist keinesfalls stets im Interesse des Kindes, wenn die Mutter ihre Macht nicht teilen muss. Folglich diskriminiert das Machtmonopol der Mutter den klagenden Vater als Mann und als Vater.
......
Bei einer automatischen gemeinsamen Sorge mit dem Recht zum Widerspruch werden aber beide aus Eigeninteresse so gut zusammenarbeiten, wie sie nur irgend können.

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Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller

Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller
03.12.09, VAfK-Bundesverein, Pressemitteilung:

Väteraufbruch für Kinder e.V. zur

Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum gemeinsamen Sorgerecht nicht verheirateter Eltern

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Zur Pressemitteilung


Schwerer Verstoß gegen Gleichberechtigung nicht-ehelicher Kinder und nicht-ehelicher Väter im deutschen Familienrecht gerügt. Europäischer Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg zwingt Deutschland zu entscheidender Modernisierung des Kindschaftsrechts. Das Urteil zwingt Deutschland, auch im Kindschaftsrecht miteinander nicht verheiratete Väter und Mütter gleich zu behandeln, so wie das in den meisten anderen europäischen Ländern längst der Fall ist. Der Väteraufbruch für Kinder, die größte deutsche Väterorganisation fordert hierfür das gemeinsame Sorgerecht für alle miteinander nicht verheiratete Eltern automatisch ab Geburt.
Nach der Sorgerechtsentscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) erwartet der Väteraufbruch für Kinder e.V. eine zügige und umfassende Reform des deutschen Sorgerechts, die sich an dem französischen Vorbild orientieren sollte.  „Die Zeit von kleinen Nachbesserungen ist vorbei“, so Bundesvorsitzender Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller, „jetzt brauchen wir den großen Wurf!“
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Download Urteil

(offiz. deutsche Übersetzung)


Informationen:
  • Entscheidung des EGMR:
    Zaunegger gegen Deutschland (Beschwerde-Nr. 22028/04)
  • BMJ:
    Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur heute ergangenen Sorgerechtsentscheidung

  • Medienberichte:
  • ARD:
    Mehr Sorgerecht für Väter
  • n-tv:
    Lediger Vater diskriminiert
  • Spiegel:
    Deutschland darf ledige Väter nicht mehr diskriminieren
  • Spiegel:
    Schluss mit Mutti
  • Stern:
    Gerichtshof stärkt Rechte von ledigen Vätern
  • Stern:
    "Gerichte sind auf einem Auge blind"
  • Focus:
    Single-Väter hoffen auf Straßburg
  • Die Zeit:
    "Im Gesetz soll stehen: Väter gehören dazu"
  • SZ:
    Schluss mit Diskriminierung
  • SZ:
    Ministerin kündigt Gesetzesänderung an
  • FR-online:
    Ledige Väter können hoffen
  • MZ:
    Die Väter dürfen jetzt endlich hoffen
  • FAZ:
    Wo ist Papa?
  • Welt:
    Menschenrechtsgerichtshof stärkt Rechte lediger Väter
  • Welt - Debatte:
    Das Sorgerecht für Väter muss Regelfall werden
  • Volksstimme:
    Bundesregierung will Rechte lediger Väter stärken
  • taz:
    Sorgerecht ist Menschenrecht
  • Tagesspiegel:
    Auf in die Väterrepublik
  • Hamburger Abendblatt:
    Ohrfeige aus Straßburg
  • Handelsblatt:
    Europäischer Gerichtshof rügt Deutschland
  • Kölnische Rundschau:
    „Keine Aktienmehrheit am Kind“
  • Südkurier:
    Große Freude über Gerichtsurteil
  • Südkurier:
    Rückendeckung für ledige Väter
  • Brigitte:
    EU-Urteil zum Sorgerecht: Jubel bei ledigen Vätern
  • Inforadio:
    Eu-GH stärkt Sorgerecht der Väter
  • Deutschlandradio:
    Juristin erwartet Zunahme von Sorgerechtsprozessen
  • Deutschlandfunk:
    "Es sind nicht unbedingt Tausende"
  • Deutschlandfunk:
    Ledige Väter - diskriminiert?

  • Stellungnahmen anderer Verbände:
  • ISUV e.V.:
    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte hat gesprochen – die Bundesregierung muss handeln
  • Verband Anwalt des Kindes:
    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte für Sorgerecht nichtehelicher Väter
  • Deutsches Verbändeforum:
    Deutsche Kinderhilfe begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: Grundlegende Reform des Familienrechts notwendig
  • VAMV:
    Sorgerecht: Europäischer Gerichtshof beweist Weitblick
  • Deutscher Juristinnenbund:
    Sieg der Single-Väter = Sieg der Kinder?
  •  
    02.12.09, VAfK-Bundesverein, Pressemitteilung:

    Väteraufbruch für Kinder e.V. zur morgigen
    Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum gemeinsamen Sorgerecht nicht verheirateter Eltern

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    Zur Pressemitteilung


    Am 03.12.2009 ab 11:00 wird auf der Internetseite des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs das Urteil im Verfahren Horst Zaunegger gegen Deutschland stehen. Dies dürfte das seit Jahren wichtigste Grundrechtsurteil im deutschen Kindschaftsrecht werden. Deutsche Rechtslage ist, dass mit der Mutter nicht verheiratete Väter ohne ausdrückliche, freie Zustimmung der Mutter kein gemeinsames Sorgerecht erhalten können. Unverständlicherweise hatte das Bundesverfassungsgericht 2003 diese Regelung aus 1998 für verfassungskonform erklärt. Mittlerweile haben alle europäische Staaten außer Deutschland, Liechtenstein, Malta, Österreich, Schweiz den von der Mutter unabhängigen Zugang des unverheirateten Vaters zur gemeinsamen Sorge. Konservative Familienpolitiker in CDU und SPD haben die Reform dieser überlebten Norm bis jetzt ausgebremst. Horst Zaunegger, ein Vater aus Köln, hatte in Strassburg geklagt wegen Diskriminierung des unehelichen Vaters. Nach der Erwartung der Medien könnte der Europäischen Menschenrechtsgerichtshof die deutsche Regelung kippen. Um die Mittagszeit 03.12.2009 wird eine kurze Einschätzung des Urteils durch den Väteraufbruch für Kinder, die größte, und einzige bundesweite deutsche Väterorganisation, als PM an die Presse gehen.
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    Download Urteil


    Mehr Informationen:
  • Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller
    (VAfK-Bundesvorsitzender):
    Stellungnahme vom 26.01.2005 zur Expertenanhörung der SPD-Bundestagsfraktion zur „Elterliche Sorge bei nicht miteinander verheirateten Eltern“
  • Rainer Sonnenberger
    (VAfK-Bundesvorstand):
    Erste Studie zur Situation - Väterbefragung nicht verheirateter Eltern
  • Süddeutsche Zeitung:
    Vatertag im Dezember
  • Die Zeit:
    Diskriminierte Männer
  • Die Welt:
    Gibt Europa ledigen Vätern mehr Rechte?
  • Väterradiosendung vom 18.10.2007:
    ... Erde zu Erde, Asche zu Asche und Staub zum Staube - Vater ohne Rechte - Beerdigung ohne Vater

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  • Väterradiosendung vom 15.06.2006:
    Kindheit - das verlorene Paradies

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  • Väterradiosendung vom 16.03.2006:
    Zwischen Mutterliebe, Muttermangel und Muttervergiftung

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    Unbenanntes Dokument