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Badische Neueste Nachrichten, 10.12.2003
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EINE SYMBOLISCHE MAUER AUS RUND 200 UMZUGSKARTONS
errichtete die Karlsruher Kreisgruppe Väteraufbruch für
Kinder gestern in der Karl-Friedrich-Straße. Foto jodo |
"Väter werden oft ausgegrenzt"Initiative will beide Elternteile für Scheidungskinder erhalten |
som. Rund 200 Umzugskartons haben Väter aus ganz Deutschland gestern auf dem Forumplatz in der Karl-Friedrich-Straße zu einer Mauer aufgetürmt. "Damit soll die Mauer symbolisiert werden, die oft zwischen geschiedenen Vätern und ihren Kindern existiert", erläuterte Franzjörg Krieg, Sprecher der Karlsruher Kreisgruppe "Väteraufbruch für Kinder", die die Aktion organisiert hatte. Die Gruppe, zu der auch einige Frauen zählen, wollte darauf aufmerksam machen, dass noch immer jedes zweite Kind in Deutschland bei Trennung oder Scheidung den Kontakt zu einem Elternteil verliert meistens zum Vater, wie Krieg erläutert "Meistens werden die Männer ausgegrenzt, weil die Frauen sich als Kindesbesitzerinnen verstehen. Die Nabelschnur existiert im Kopf weiter." Viele Paare könnten leider nicht trennen zwischen Paarkonflikt und Elternbeziehung. 50 Mitglieder zählt die Gruppe. 120 Männer werden betreut: "Und es werden täglich mehr" sagt Krieg. "Wir möchten, dass auch nach Trennung oder Scheidung die Kinder beide Eltern behalten", so Krieg weiter: "Die Gesetze dazu sind da, aber sie werden nicht umgesetzt." Viele Passanten nahmen Anteil an der Kundgebung: "Endlich tut ihr Väter mal was dagegen", sei ein viel gehörter Kommentar gewesen, sagt ein betroffener Vater "Meine Schwiegertochter ist auch einfach mit den Kindern weggegangen wenigstens sehen wir uns einmal pro Woche", erzählt eine ältere Frau einem betroffenen Großvater, der auch an der Aktion teilnahm. Er hatte nicht so viel Glück Seine Enkel bat er seit vier Jahren nicht mehr gesehen, den jüngeren kennt er nicht einmal. Mehr Informationen unter www.vafk-karlsruhe.de |
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