Übersicht Medienspiegel
vorheriger / BNN - Mahnwache, Kinder brauchen beide Eltern / nächster

RSS

Badische Neueste Nachrichten, 20.11.2002

EINE SYMBOLISCHE MAUER AUS RUND 200 UMZUGSKARTONS errichtete die Karlsruher Kreisgruppe Väteraufbruch für Kinder" gestern in der Karl-Friedrich-Straße. Foto jodo

"Kinder brauchen beide Eltern"

Mahnwache und Infostand von "Väteraufbruch für Kinder"
Von unserem Redaktionsmitglied Susanne Jock. Mit dem Sorgerecht für Kinder nicht verheirateter Eltern befasste sich gestern das Bundesverfassungsgericht. Nach der geltenden Gesetzeslage können nicht verheiratete Väter nur dann das gemeinsame Sorgerecht mit der Mutter erhalten, wenn diese ausdrücklich zustimmt. Bei verheirateten Eltern hingegen ist das gemeinsame Sorgerecht im Scheidungsfall mittlerweile die Regel. Eheliche und nicht eheliche Kinder werden demnach nicht gleich behandelt, so der Ansatz, mit dem der Fall beim BVG landete (siehe auch Zeitgeschehen Seite 3). Entschieden hat es noch nicht, diskutiert wurde heftig – auch im Anschluss an die Verhandlung vor dem Gericht und auf der Kaiserstraße. Der Verein "Väteraufbruch für Kinder" hielt eine Mahnwache ab und hatte einen Infostand aufgebaut. "Kinder brauchen beide Eltern", hoben die mit einem Transparent hervor.
Als "entsorgte Väter zweiter Klasse" müsse man sich fühlen, sagt Hans Haller vom Karlsruher Väteraufbruch – einer von 60 Ortsgruppen in ganz Deutschland. Basis der momentanen Rechtslage sei ein veraltetes Klischee vom unverheirateten Vater, Maßstab derzeit vor allem die subjektive Befindlichkeit der Mutter, meint Franzjörg Krieg. Unterstützung bei ihrer Mahnwache erhielten die Aktiven aus der Fächerstadt von Mitgliedern aus Aachen, München, Mannheim und Halle. So sehr groß war die Gruppe dennoch nicht – was auch mit der traditionellen Rolle der Männer zusammenhänge, die Vollzeit arbeiten und nicht unbedingt Urlaub nehmen können, meint Haller. Mehr Zeit für seine Kinder zu haben, sich von der einseitigen Ausrichtung auf Beruf und Karriere zu lösen, auch für Väter das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie in die Diskussion zu bringen, gehört zu den erklärten Zielen des Vereins, informiert Krieg. Durch aktuelle Probleme bei Trennungen und die geltende Rechtslage rückten allerdings oft andere Themen in den Vordergrund, so Haller.
Die Kreisgruppe Karlsruhe von "Väteraufbruch für Kinder" trifft sich jeden ersten und dritten Donnerstag um 20 Uhr im Jöhlinger Naturfreundehaus zum offenen Gesprächsabend. Kontakt und weitere Infos: Franzjörg Krieg, Telefon 07203 – 7202 und www.vafk-karlsruhe.de.

 

nach oben

Laden Sie hier den Artikel als PDF-Datei


Zum Betrachten und Ausdrucken der PDF-Dateien benötigt man den Adobe Acrobat Reader, der kostenlos erhältlich ist und für viele Betriebssysteme bereitsteht.

nach oben

 

Unbenanntes Dokument