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Redebeitrag von Peter Tholey, WASG und Linkspartei, Gründer der Landesarbeitsgemeinschaft Familienpolitik der WASG

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

ich begrüße Sie als Mitglied des Landesvorstandes der Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit hier in Baden-Württemberg, als Sprecher der Familienpolitischen Arbeitsgruppe von WASG und Linkspartei und nicht zuletzt als betroffener Trennungsvater, der seit acht langen Jahren darum kämpft, regelmäßig seine Kinder zu sehen und so versucht, eine funktionierende Beziehung zu ihnen aufrecht zu erhalten.

Kundgebung

Feministische Glaubenssätze wiederholen gebetsmühlenhaft das Dogma von der durchgängigen Unterdrückung des weiblichen Geschlechts durch den Mann in unserer Gesellschaft.
Tatsächlich aber verschlechtern sich seit mindestens zwei Jahrzehnten die Lebensbedingungen von Männern und Jungen in deutlich sichtbarer Weise. In Erziehung, Bildung und Gesundheit beispielsweise werden Jungen und Männer eindeutig benachteiligt. Inzwischen verlieren mehr Männer ihren Arbeitsplatz als Frauen. Männer bringen sich etwa viermal häufiger um als Frauen. In der Pubertät töten sich Jungen bis zu zehnmal mehr als Mädchen. Selbst die Säuglings- und Kindersterblichkeit von Jungen ist um ein Vielfaches höher als die von Mädchen. Das angeblich starke Geschlecht stirbt in den Industrienationen etwa sieben Jahre früher als das vermeintlich schwache.
Welch ein Aufschrei käme von feministischer Seite, wenn es umgekehrt wäre?

Wenn die Gesundheitsforschung den Mann zum Gegenstand ihrer wissenschaftlichen Arbeit macht, wird deutlich, wie krank Männer in Wirklichkeit sind und wie krankmachend die Bedingungen sind, unter denen Männer leben müssen. Väter ernähren ihre Familie dadurch, in dem sie sich in einen mörderischen Wettbewerb stürzen, der ihnen von einem menschenverachtenden Wirtschaftssystem aufgezwungen wird. Sie bezahlen die Existenzsicherung ihrer Familie mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben. Versagen sie in dieser Rolle, so nehmen bei Männern Armut, Krankheit, Süchte, Vandalismus, sozialer Abstieg und gesellschaftliche Perspektivlosigkeit dramatisch zu. Obdachlosigkeit, verbunden mit chronischen Krankheiten, sind - wie gesellschaftliche Randexistenzen ganz allgemein - ein fast ausschließlich männliches Phänomen.
Trotz solchen Erkenntnissen stellt sich die Politik stur und verweigert den Männern unter anderem einen Männer-Gesundheitsbericht - den Gesundheitsbericht für Frauen gibt es schon seit Jahren.

Feministische Glaubenssätze von der prinzipiellen Unterprivilegierung der Frauen und der Überprivilegierung der Männer dienen inzwischen ausschließlich dem Zugang zu den prall gefüllten Frauenfördertöpfen – es geht allein ums Geld.

Männer sind als Väter in besonderer Weise belastet. Dadurch, dass immer noch sie die Versorgung der Familie übernehmen, werden sie auf beruflicher Ebene erpressbar. Um ihre Familie zu ernähren, arbeiten sie häufiger als Frauen in schmutzigen, harten und gefährlichen Jobs, in denen ihre Gesundheit gefährdet ist. Im Gegensatz dazu sind Machtpositionen und Privilegien von je her einem sehr kleinen Kreis von Männern vorbehalten. Diese nutzen dann ihre gesellschaftliche Stellung auch zum Schaden ihrer eigenen Geschlechtsgenossen.

Die verzerrte feministische Weltsicht differenziert erst gar nicht zwischen Männern und männlicher Schichtzugehörigkeit – dies würde Fragen aufwerfen und den Weg zu den Fördertöpfen unnötig erschweren.

Der feministische Mainstream ist in Politik, Wissenschaft und Medien auf dem Vormarsch. Männerverachtung und eine gezielten Verbreitung von Männerfeindlichkeit verhindern, dass Benachteiligungen von Männern öffentlich diskutiert werden.
Männliche Identitätsbildung wird allenfalls durch ein negatives Bild von Männlichkeit thematisiert. Sie ist in einer weiblich bestimmten Bildungs-, Gesundheits- und Geschlechterpolitik einfach nicht erwünscht. Knaben erleben die Erziehungseinrichtungen mit all ihren Lehrerinnen, Erzieherinnen, Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen als Fortsetzung der Dominanz ihrer Mütter. In Kindergärten, Horten, Ganztageseinrichtungen, Schulen und Beratungsinstitutionen stoßen sie ständig an weibliche Verhaltensmuster und Vorgaben.

Das Fehlen positiv besetzter männlicher Vorbilder führt unter anderem dazu, dass sich Knaben ihre Vorbilder in Spielen wie "Counterstrike“ suchen und sich und andere in Gefahr bringen.
Indem die aktuelle Politik hartnäckig die Bedürfnisse von Männern und Jungen ignoriert, verletzt sie auf gravierende Weise die Prinzipien demokratischer Gleichbehandlung. Beratung, Förderprogramme und Publikationen sind exklusiv auf Frauen und Mädchen ausgerichtet. Wird solche Einseitigkeit kritisiert, weisen die Leiterinnen der Gleichstellungsbüros, allesamt Frauen, auf wenige Väterbroschüren und –programme hin, in denen Väter dann als „Täter“ diffamiert oder als inkompetente Trottel abgestempelt werden.

Radikalfeministische Lügenpropaganda ist inzwischen fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens geworden – ein Hauptziel dabei ist die Zerschlagung funktionierender Familienstrukturen. Die Wucht dieses Angriffes trifft vor allem die Schwächsten in unserer Gesellschaft, die Kinder.

Ein bevorzugter Bereich radikalfeministischer Kriegspropaganda ist das Thema „Häusliche Gewalt“. Obwohl Untersuchungen zeigen, dass häusliche Gewalt an Kindern zu einem überwiegenden Teil von Müttern ausgeübt wird, werden allein Männer in volksverhetzerischer Weise als Gewalttäter gebrandmarkt. Das Gewaltschutzgesetz selbst setzt elementare verfassungsrechtliche Prinzipien außer Kraft. So ist die Unschuldsvermutung abgeschafft, der Mann ist immer schuld. Die Unschuldsvermutung ist jedoch Bestandteil der Unantastbarkeit der Menschenwürde und der Rechtsstaatlichkeit, sie gehört zu den allgemeinen Regeln des Völkerrechts. Es findet eine Beweislastumkehr statt, der Mann muss also beweisen, dass er unschuldig ist, was praktisch gar nicht möglich ist. Hinzu kommt die Möglichkeit der Vollstreckung durch unmittelbaren Zwang und ohne rechtliches Gehör.

In der Gewaltschutzpraxis kann es dann vorkommen, dass ein Vater, der ungerechtfertigt der Gewaltausübung beschuldigt wird und sich dann weigert, die gemeinsamen Kinder und die gemeinsame Familienwohnung zu verlassen, die er mittels seiner Lebenskraft, Lebenszeit und Lebenskompetenz unterhält, sich einer Polizistin mit gezogener Waffe gegenüber sieht, die bereit ist, ihm ein Loch in den Leib zu schießen.

Hier ist der demokratische Rechtsstaat zu Ende, hier beginnt die Rechtspraxis totalitärer Staaten – eine Schande für Karlsruhe, eine Schande für Deutschland.

Das ständige Risiko, unverschuldet in seiner materiellen und sozialen Existenz vernichtet zu werden, dürfte die Motivation von Männern in großem Umfang beeinträchtigen, Familien zu gründen und Kinder zu wollen.

Das gebräuchlichste Mittel, einen Vater von seinen Kindern zu trennen, ist das Vortäuschen von Straftaten. Dass das Vortäuschen von Straftaten selbst eine Straftat ist, wird in der Regel genau dann von den Familiengerichten ignoriert, wenn die Beschuldigungen von einer Frau kommen.
Auch ich habe dies am eigenen Leibe erlebt.
Um mich von meinen Kindern zu trennen und um die Liebe meiner Kinder zu mir zu zerstören, wurde mir in den letzten Jahren eine ganze Palette von Dingen vorgeworfen, die ich angeblich meinen Kindern angetan haben soll.
Es kam der Falschvorwurf des sexuellen Missbrauchs, es kamen Falschvorwürfe bezüglich häuslicher Gewalt und es kam der Vorwurf, ich würde meine Kinder aussetzen, so wie man es etwa im Märchen „Hänsel und Gretel“ nachlesen kann. Als mir dann die Kinder monatelang vorenthalten wurden und ich sie in der Schule besuchte, wurde der Vorwurf des Nachstellens, auf Neudeutsch „Stalking“, konstruiert. Und mir wurde immer wieder verboten, in irgend einer Form Kontakt zu meinen Kindern aufzunehmen.

So wie ich haben dies Tausende von Vätern vor mir erlebt und erleben es jetzt immer noch Tausende von Vätern. Alle diese Vorwürfe haben nur ein Ziel: die Zerstörung funktionierender Vater-Kind-Beziehungen. Diese Dinge sind nicht Ausdruck des Fehlverhaltens Einzelner, das Vortäuschen von Straftaten wird von der radikalfeministischen Szene auf professionellem Niveau organisiert, arrangiert und als strategische Waffe weitervermittelt. So werden dann hilfesuchende Mütter feministisch „beraten“ und zu Täterinnen gemacht.

Diese gut organisierte Form radikalfeministischer Kriminalität erhält regelmäßig den Segen der zuständigen Familiengerichte – zum Schaden für die Kinder und zur Entrechtung von und Demütigung für die Väter.
Es ist ein Skandal – auch in dieser Stadt!

Was nicht nur hier in Karlsruhe fehlt, ist ein Männerbeauftragter, der sich der zur Normalität gewordenen Diskriminierung von Männern allgemein und von Vätern im besonderen entgegenstellt. Die Stadt muss endlich auch Männern qualifizierte Betratung und Hilfe anbieten. Und wir brauchen eine männerpolitische Abteilung, die fest im Familienministerium angesiedelt ist.

Täterinnen dürfen nicht mehr geschützt und dadurch zu weiteren Straftaten ermuntert werden.
Erst dann wird wieder ein gedeihliches Zusammenleben der Geschlechter möglich sein - erst dann werden Männer wieder dazu motiviert sein, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

 

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