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21.02.2008, Kommentar von Franzjörg Krieg:

Konsequenzen nach dem Kongress der Frauenlobby in Frankfurt

Der Kongress der Frauenhäuser verabschiedete am 19.01.2008 in Frankfurt Forderungen, die weit reichende Auswirkungen auf viele Fälle haben, die in unserem Wirkungsbereich auftreten.

Um den Forderungen, die in diesem Zusammenhang gestellt wurden, gerecht werden zu können, müssen entweder

Um die Forderungen richtig zu verstehen, muss zunächst der Gewaltbegriff definiert werden. Die feministischen Vordenkerinnen benennen das gesamte Arsenal gewalttätiger Handlungen, wobei besonders Wert darauf gelegt wird, dass gerade das Potential psychischer Gewalttätigkeiten nicht missachtet wird.

Gewalt ist also unter anderem:

In solchen Fällen MUSS der Mann unverzüglich zum Schutz der von den Gewalthandlungen der Mutter betroffenen Kinder

Sollte der Mann der Ansicht sein, dass nur Männer immer selbstverantwortliche Gewalttäter und gewalttätige Frauen immer psychisch labil und therapiebedürftig seien, muss er zusätzlich zur Polizei den psychiatrischen Notfalldienst rufen.

Falls die Vorfälle wiederholt auftreten, muss die Frau nicht nur der Wohnung verwiesen und ein Näherungsverbot ausgesprochen werden, sondern es muss über das Wohnungszuweisungsgesetz die Wohnung dem Vater und den Kindern zugewiesen werden, wobei die verwiesene Gewalttäterin im Rahmen einer vollen Erwerbstätigkeit den Vater und die Kinder zu alimentieren hat.

Fordert die Mutter dann Umgang mit den Kindern, für die sie arbeitet und zahlt, gelten nach den Forderungen des Frankfurter Kongresses vom Januar 2008 folgende Regeln:

Wir danken den beim Kongress versammelten 400 Frauen für die geleistete Arbeit und werden in Ruhe über die Vorschläge nachdenken.

 

Weitere interessante Informationen zum Thema "häusliche Gewalt" lesen Sie hier.


Der Kongress der Mütterlobby hat einige Klarheit geschaffen.

Die feministisch Mütterbewegten in Deutschland stehen fassungslos vor der Tatsache, dass im Zusammenhang von Trennung und Scheidung die Formulierung und Berücksichtigung von Interessen außerhalb ihrer alleinigen Definition durch Mütter schon so weit fortgeschritten ist, dass sie nicht mehr aufgehalten werden kann.

Deshalb das Aufgebot bei diesem Kongress. Es ist das empörte Aufbäumen von LobbyistInnen, die seit Jahrzehnten auf dem Siegeszug waren und jetzt verständnislos feststellen müssen, dass ihre Zeit am Ablaufen ist.

Es ist nicht klar auszumachen, WOFÜR der Kongress sich artikuliert.
Deutlich ist aber, WOGEGEN er sich bemüht:

Und dann gabs da doch einen Punkt, FÜR den der Kongress sich aussprach:

Es handelte sich nicht um einen Fachkongress, sondern weitgehend um eine Patikularinteressen verpflichtete Lobbyistinnenveranstaltung. Die durchgängige Einseitigkeit und Polarisierung in den Beiträgen war im Vordergrund. Im Gegensatz zum offiziellen Kongressthema ging es vorrangig nicht um Kinderschutz und Kindeswohl, sondern um die Geschlechter- und Machtfrage, um die Verteidigung der feministischen Errungenschaften in der Familienrechtspraxis und die Abwehr von Novellen, vom Kampf gegen die Kindschaftsrechtsreform von 1998 bis zur drohenden Novelle des FGG und den damit befürchteten Machtverlusten von Müttern.

Der Gegner ist männlich. Damit haben die Protagonistinnen des Kongresses kein Problem. Alle Männer sind potentielle Gewalttäter.
Total umgangen wird der massive Gegenwind von Frauenseite, was ja auch ideologisch nicht sein kann. Wenn man den Büchermarkt durchforstet, muss man feststellen, dass die kritischen Stimmen, die der gestern und heute in Frankfurt versammelten Szene gründlich den Appetit vermiesen, zahlenmäßig eher von Frauen kommen als von Männern.
Diese Vorstellung ist so ungeheuer, dass ihr offensichtlich nur durch Verleugnung begegnet werden kann.

Franzjörg Krieg
18.01.2008



"Kinderschutz und Kindeswohl im Sorge- und Umgangsrecht"

Kongress der konservativen feministischen mütterzentrierten Liga am 18. und 19. Januar in Frankfurt.

Anmerkung: Der Titel wurde geändert, nachdem der ursprüngliche Titel die Intention zu sehr offenbarte.

Es geht im Grund darum, das Thema GEWALT aus feministisch ideologischer Sicht mit dem Thema UMGANG zu verknüpfen, um Kinder nach Trennung oder Scheidung von ihren Vätern abzugrenzen.
Wer wissen möchte, welche Personen sich in Deutschland einem solchen aggressiven Geschlechterrassismus mit der damit verknüpften kindeswohlschädlichen Haltung verpflichtet sehen, kann sich auf dem Flyer der Tagung informieren.

Prof. Dr. Gerhard Amendt hat in einem Artikel (siehe Textauszug) in der WELT online vom 02.01.2007 die Tagung vom 18. und 19.01.2008 bewertet.

Textauszug:"...zu einer Veranstaltung der Väterlichkeitsfeindschaft in Frankfurt kennen verdichten. Mit Unterstützung des Bundesjustizministeriums und des Sozialministeriums in Hessen wird der abwegige Versuch abermals unternommen, die gemeinsame elterliche Sorge zu liquidieren. Der Tross der alt-feministischen Gegnerinnen und ihrer Paladine tritt multiministeriell unterstützt zum Schlag gegen das Recht der Kinder auf beide Eltern an. Weil vernünftige Argumente dafür...."

Der Kongress wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (d.h. für alle zuständig außer für Männer zwischen 18 und 65) finanziell gefördert. Damit wissen wir, welche Ministerien in Deutschland bereit sind, Väter- und Kindeswohlfeindlichkeit aus Steuergeldern zu unterstützen.
Prof. Amendt hat deshalb einen Offenen Brief (siehe Textauszug) an das Hessische Sozialministerium verfasst.

Textauszug:

"Sehr geehrte Frau Ministerin Lautenschläger,
mir liegt eine Einladung Ihres Hauses zur Tagung "Kinderschutz und Kindeswohl im Sorge- und Umgangsrecht" in Frankfurt vor, die Zweifel aufwirft, ob die CDU noch zur gemeinsamen elterlichen Sorge gerade auch nach der Scheidung steht.
Dem Programm entnehme ich, daß die Tagung im Januar im Wesentlichen von Frauen getragen wird, die nicht nur schon 1998 die gemeinsame Sorge bekämpften, sondern die in ihren Veröffentlichungen eine privat motivierte Feindseligkeit gegen Männer erkennen lassen, die in die Familienpolitik hingetragen werden soll.
Dem Programm entnehme ich des Weiteren, dass Meinungsvielfalt - sprich gendermainstreaming – vereitelt werden soll. Augenscheinlich sind keine Männer von professionellem, wissenschaftlichem oder familienpolitischem Gewicht, vor allem nicht mit konkurrierenden Politikvorstellungen eingeladen. Vieles spricht dafür, dass die Veranstaltung persönlichen familien- und männerfeindlichen Absichten Narrenfreiheit bieten soll, damit Kindern nach der Scheidung die Väter auf Verlangen der Exfrauen entfremdet werden können. Gebetsmühlenhaft wird das mit der Floskel von der Gewalttätigkeit der Väter begründet. Wie sieht es jedoch in Wirklichkeit mit der Gewalt in Scheidungssituationen aus?....

...Ihre Finanzierung der Frankfurter Tagung, an der auch das Bundesjustizministerium sich beteiligt, ist ohne Wenn und Aber ein politischer Beitrag zur feindseligen Polarisierung wie Vergiftung der Beziehungen zwischen Männern und Frauen...."

 

Solche Kongresse sind wichtig: Sie klären die Fronten.

Liste der ReferentInnen:

In der Liste sind die Namen der ReferenInnen und Mitwirkenden aufgelistet, die nach Ausweis des Kongress-Flyers die Intention der Veranstalter öffentlich vertreten. Die Zusammenstellung spricht für sich, wobei die Funktion und Institution den eigentlichen Informationsgehalt bestimmt.
Die Gewichtung der Geschlechter spielt offensichtlich eine wesentliche Rolle. Dass der VAMV und die Vertreterinnen der Frauenhäuser und der Frauen-helfen-Frauen-Szene Partikularinteressen vertreten, liegt in der Natur der Sache. Es wird aber deutlich, dass einseitige frauenzentrierte Positionen auch bei Staatsanwaltschaften und in Familiengerichten beheimatet sind und Jugendämter getarnte Mütterämter sein können.

Der Kongress selbst hat gezeigt, dass nicht alle ReferentInnen in einen Topf geworfen werden können. Von ideologisch determinierten Beton-Feministinnen, deren Redeschwall selbst im handverlesenen Auditorium auch hin und wieder Grummen auslöste bis zu eher wissenschaftlich offeneren Referentinnen war schon eine gewisse Bandbreite auszumachen.

Prof. Dr. Margrit Brückner (FH Ffm)
Prof. Dr. Sibylla Flügge (FH Ffm)
Prof. Dr. Ludwig Salgo (FH Ffm)
Prof. Dr. Maud Zitelmann (FH Ffm)

Dr. Kerima Kostka (Uni Ffm) - Entgegnung von Franzjörg Krieg auf einen Artikel von Kostka in der FAZ vom 24.09.2003

Prof. Dr. Marianne Breithaupt (FH Landshut)

Prof. Angelika Gregor (FH Düsseldorf)

Prof. Dr. Barbara Kavemann (Kathol. FH Berlin) - persönliche Einschätzung eines Kongreßteilnehmers

Elke Ostbomk-Fischer (FH Köln)

Dr. Uta Enders-Dragässer (Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Frauenforschung Ffm)

Dr. Christa Mulack (Pädagogin, Religionswissenschaftlerin)

Dr. Jörg Fichtner (Diplom-Psychologe, München)
Andrea Brebeck (Diplom-Soziologin, Hamburg)

Sabine Heinke (Rin AG Bremen)
Tanja Fauth-Engel (Rin AG Saarbrücken)

Dagmar Freudenberg (Staatsanwältin Göttingen, Deutscher Juristinnenbund)

Erika Schreiber (RAin Berlin)
Mareike Sander (RAin Ffm)
Gitta Kitz-Trautmann (RAin Braunatal)
Cornelia Strasser (RAin München)

Edith Schwab (RAin, VAMV Bundesvorsitzende)
Sabine Schutter (VAMV-Bundesverband)

Dr. Susanne Heynen (JA Karlsruhe und Kinderbüro Karlsruhe)
Ilona Friedrich (JA Werra-Meißner-Kreis)

Cornelia Lohmeier (Gleichstellungsstelle München)

Dr. Anita Heiliger (Deutsches Jugendinstitut, kofra e.V.)
Dr. Susanne Nothhafft (Deutsches Jugendinstitut München, Deutscher Juristinnenbund)

Eva-K. Hack (ZIF, Frauenhaus Kassel)
Sibylle Stotz (Frauenhaus München)
Juliana Vießmann (Frauenhaus Rostock)
Simone Holler (Frauenhaus Ffm, LAG Hessen)
Tanja Brückmann (Frauenhaus Kassel)
Ortrud Glowatzki (Frauenhaus Lüchow Dannenberg)
Beate Schädler (Frauenhaus Neuruppin)
Andrea Schintze (Frauenhaus Pinneberg)
Gisela Bojer (Notruf und Frauenberatungsstelle Bad Oldesloe)
Marion Steffens (Frauenberatungsstellen Witten)
Traudl Wischnewski (Frauen helfen Frauen Starnberg)
Kerstin Runkel (Muki Bonn)

Ursula Enders (Zartbitter Köln)
Beshid Najafi (Agisra Köln)
Ulrike Kreyssig (BIG-Interventionszentrale Berlin)

Norbert Struck (Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin)

Einschätzung eines Kongressteilnehmers:

"Die Meinungsvielfalt in Person von Frau Prof. Kavemann saß nur wenige Meter vom Podium weg, aber eben nicht dabei. Sie hatte am ersten Tag einen eher differenzierten Vortrag gehalten, ist in "ihrem" Forum wohl durch die Bildung von Untergruppen ausgebremst worden und hat nach der Verlesung der "Thesen" vergeblich um Wortmeldung gebeten. In der Fragerunde zum Schluss hat sie sich aber auch nicht mehr zu Wort gemeldet und ist vorzeitig gegangen."

 


Michaela Noll zur stellvertretenden AG-Vorsitzenden gewählt

Die CDU-Bundestagsabgeordnete wurde von ihrer Fraktion einstimmig zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend gewählt. Als so genannte Obfrau koordiniert sie ab sofort die Arbeit ihrer Fraktion im Familienausschuss des Bundestages. "Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen für die große Zustimmung", sagte die Parlamentarierin. Sie freue sich sehr auf die neue Aufgabe. "Ich sehe dies als große Herausforderung, der ich mich gerne stelle", so Michaela Noll, "schließlich ist Familienpolitik zurzeit das Thema Nummer Eins."

Pressemitteilung vom 16.01.2008
michaela.noll@bundestag.de


16.01.2008, Kommentar von Franzjörg Krieg:

Frau Michaela Noll ist also die neue stellvertretende Vorsitzende der AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die also für alle zuständig ist bis auf Männer zwischen 18 und 65.
Da ist es natürlich kein Hindernis,wenn die allein erziehende Michaela Noll dafür bekannt ist, dass sie den Umgang ihres Sohnes mit dessen Vater boykottiert [1]. Vielleicht ist es sogar ein Vorteil in dieser Runde oder ist die dahinter stehende Geisteshaltung gar Voraussetzung für ein solches Amt?

Wenn man weiß, dass das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Kongress am 18. und 19.01. in Frankfurt mit finanziert, wird schon deutlich, wie die ideologischen Zusammenhänge funktionieren.

[1] siehe unter pappa.com forum oder www.Bild.de vom 07.03.2005


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