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GLEICHSTELLUNGSPOLITIK

In einer Umfrage in der Zeit-Online geht es darum, ob Väter Rechte haben. Dies klingt für einige vielleicht ein wenig polemisch, für Menschen wie mich, die sich aufgrund eigener Erfahrungen jedoch schon mal öfter diese Frage gestellt haben und es verneinen mussten, ist es eine ernstzunehmende Fragestellung.

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Ergebnis der Zeit-Online Umfrage (Stand 15.10.2008):

50% sagen, dass Väter keine Rechte haben
40% sagen, dass es Väterrechte gibt, sie aber nicht praktiziert werden
4% sagen, dass die Väterrechte sehr gut sind
4% sagen, dass die Väterrechte gut sind
2% sagen, dass es ihnen egal ist ob die Väter Rechte haben

Mit diesem Resultat fühlte ich mich in meiner Auffassung zunächst bestätigt und habe mich daraufhin auf die Suche begeben. Dabei konnte ich folgende Ergebnisse erzielen:

mehr zum Thema:
Haben Väter Rechte ?


Realität in Deutschland

In unserem Rechtsstaat kann es Menschen - weit überwiegend Vätern - widerfahren, dass gegen ihren Willen und ohne ein anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehe geschieden, ihnen die Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben, erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt wird und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestselbstbehalt herabgesetzt werden. Die Dimensionen solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß.«

RiOLG Harald Schütz, Familienrichter
veröffentlicht im Anwaltsblatt 8-9197, S. 468–469


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"Väter gehen in Deutschland leer aus!" - Kundgebung des VAfK zum Tag der Menschenrechte [mehr]


Die elterliche Verantwortung bleibt bestehen - sie ist nicht verhandelbar! Sie besteht nicht als Recht - sondern ausschliesslich als Pflicht
Zitat von Jürgen Rudolph
Amtsrichter Cochem
[mehr zum Cochemer Modell]


Fallbeispiele, auch von Vätern ohne Rechte


Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Suchbegriffe: Männerrechte, Väterrechte:
ANZAHL DER SUCHERGEBNISSE: 0

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Das Ergebnis hat mich neugierig gemacht und ich wollte natürlich wissen, welche geschlechtsspezifischen Rechte denn den weiblichen Wesen zugestanden werden:

Suchbegriffe: Frauenrechte, Mütterrechte:
ANZAHL DER SUCHERGEBNISSE: 29

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Meine persönliche Bewertung:

Voilà, augenscheinlich hat das Ergebnis in o.g. Umfrage doch seine Begründung. Nun zähle ich nicht unbedingt zu den Politikverdrossenen. Ich sagte mir: "Henning, die Wahlen stehen vor der Tür, nächstes Jahr sollen die Wahlberechtigten, und somit auch die Vertreter der männlichen Spezies, vor die Urnen treten und ihre Stimme denjenigen geben, die sie am ehesten für geeignet halten, ihre eigenen Interessen zu vertreten. Das soll jetzt natürlich kein Aufruf zum allgemeinen Egoismus sein. Nein, nein, ich meine nur, dass, wenn ich mich für eine politische Gesinnung entscheiden soll, ich mir die Wahlprogramme genauer ansehen sollte. Allzu oft ist es schon vorgekommen, dass mangelnde Beschäftigung mit der Politik zum Erstaunen geführt hat, so geschehen auch schon bei mir.

Ich komme jetzt wieder zu meiner eigentlichen Recherche zurück. Es ging mir darum, im nächsten Schritt zu ermitteln, welche Maßnahmen die Quelle meiner Suchergebnisse, das BMFSFJ, verfolgen will, um dieses krasse Resultat der unterschiedlich geschützten Geschlechterteile zu beseitigen.

Welche Politik verfolgt, welche Programme bietet das BMFSFJ ?

Auf der Internetseite zum Thema Gleichstellungspolitik erfahren die interessierten Leser über die derzeitigen Bemühungen, wie die Ziele unter der Leitung unserer verehrten Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, erreicht werden sollen:

POLITIK FÜR GLEICHSTELLUNG
Mehr Chancen für Frauen und Männer in allen Lebensbereichen

Ziel unserer Gleichstellungspolitik ist es, gleiche Chancen für Frauen und Männer in allen Lebensbereichen herzustellen. Kennzeichen unserer modernen Gleichstellungspolitik ist es, bei unseren Maßnahmen die ganze Vielfalt von Frauen- und Männerleben, wie sie sich heute in Deutschland darstellt, zu betrachten. Es geht um gleiche Chancen von Frauen und Männern mit und ohne Kinder, in allen Altersstufen und Lebensphasen ebenso wie in besonderen Lebenssituationen. [mehr]

PRESSEMITTEILUNG
Bundesfamilienministerin von der Leyen und Arbeitgeberpräsident Dr. Hundt: "Gemeinsam Ursachen für Lohnunterschiede angehen"
Unter dem Motto "Ursachen für Lohnunterschiede angehen" veranstalten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände am heutigen Dienstag in Berlin eine gemeinsame Tagung. [mehr]

AKTUELL
Bundesfamilienministerium und Bundesagentur für Arbeit starten Bewerbungsphase des Programms "Perspektive Wiedereinstieg"
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, starteten die Bewerbungsphase für das Programm "Perspektive Wiedereinstieg". Die breit angelegte Initiative hat zum Ziel, Frauen gezielt zu unterstützen, die familienbedingt mehrere Jahre aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und jetzt wieder in eine Erwerbstätigkeit einsteigen wollen. [mehr]

PRESSEMITTEILUNG
Von der Leyen: "Wir schlagen Brücken zurück in die Arbeitswelt"
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, starten die Bewerbungsphase für das Programm "Perspektive Wiedereinstieg". [mehr]

AKTUELL
Bundesweite Kampagne "FRAUEN MACHT KOMMUNE" geht an den Start
Die Kampagne "FRAUEN MACHT KOMMUNE" soll Frauen ermutigen, den Schritt in die Kommunalpolitik zu wagen und sich dort aktiv einzubringen. Zum Auftakt der Kampagne signierte Bundesministerin Ursula von der Leyen den roten Teppich, der das Symbol für den Weg von Frauen in die Politik ist. Er wandert bis Mai 2009 quer durch Deutschland, von Kommune zu Kommune. [mehr]

 

Mein Kommentar:

Auch auf den weiteren Seiten des BMFSFJ habe ich vergeblich nach Informationen gesucht, mit denen man dem Resultat der Zeit-Online Umfrage entgegentreten könnte.
Sollte meine Recherche widersprüchlich sein oder gibt es anderswo entsprechende Quellen oder Nachweise, bitte ich Sie um Ihre Mithilfe, damit den mehrheitlich (vermutlich) frustrierten Teilnehmern der Umfrage, anderen Gleichgesinnten und mir Hoffnungen auf eine bessere Zukunft, errungen durch eine gerechtere geschlechterunabhängige Familienpolitik innerhalb Deutschlands, gemacht werden können.

Auf jeden Fall empfehle ich jedem wahlberechtigten Bürger, insbesondere den Vertreter-/innen, die für eine gleichberechtigte Gesellschaftsform eintreten wollen, in der die allgemein anerkannten Menschenrechtskonventionen auch verwirklicht werden, sich sorgfältig über die einzelnen politischen Aktivitäten ihrer gewählten Partei zu informieren, um dann mit der Wahlstimme einer besseren Politik zum Erfolg zu verhelfen.

23.10.2008, Henning Riepen


p.s. Sollte es jemanden interessieren, ob durch das BMFSFJ nur Frauen Rechte zugestanden werden, läßt sich erfreulicherweise folgendes Suchergebnis erzielen:

Suchbegriffe: Kinderrechte:
ANZAHL DER SUCHERGEBNISSE: 82

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