
| Sie sind jetzt hier: | Startseite / zurück zur Übersichtsliste Fallbeispiele / Fall Dieter |
Ich habe meine Frau, eine gebürtige Äthiopierin 2004 im Internet
kennen gelernt. Wir haben Ende 2004 versucht, für sie ein Visum nach
Deutschland zu beantragen. Wurde von der deutschen Botschaft in Addis Abeba
abgelehnt.
Daraufhin flog ich Ende Februar nach Addis Abeba/ Äthiopien und wir heirateten
dort am 11. März 2005. Im April 2005 bekam meine Frau das Visum für
den Familiennachzug ausgestellt.
Von der Ausländerbehörde bekam meine Frau eine Aufenthaltserlaubnis
für 3 Jahre, bis zum 22. April 2008.
Am 4. Juli 2006 kam unsere gemeinsame Tochter Liya auf die Welt. Ein wunderschönes,
liebes Mädchen.
Meine Frau teilte sich mit mir die Pflege und Erziehung unserer Tochter. Da
meine Frau sehr gerne lange schlief, versorgte ich morgens immer meine Tochter.
Auch die Hausarbeiten und den Haushalt versorgte ich.
Ich habe von 2005 bis Dezember 2006 eine schulische Ausbildung zum Arbeitserzieher
absolviert. Schulbeginn war meistens erst um 9:00 oder 10:00 Uhr.
Mein Erstberuf ist staatl. anerkannter Familienpfleger. Diese Tätigkeiten übernehme ich als Familienpfleger:
Ich liebe meinen Beruf und habe 8 Jahre Berufserfahrung.
Lebensstil meiner Frau:
Lange schlafen, tagsüber auf dem Sofa liegen, äthiopische Filme
(DVD) ansehen, äthiopische Musik anhören, mit unserer Tochter nur
amharisch (= äthiopische Sprache) sprechen, einseitig Essen kochen (6
verschiedene Gerichte konnte sie kochen, alles andere konnte sie nicht essen,
sie bekam Kotzgefühle), mit unserer Tochter ist sie spazieren gegangen,
manchmal war unsere Tochter unter der Woche überhaupt nicht an der frischen
Luft. Meine Frau hat keine Kontakte zu anderen Müttern und Vätern
mit Kindern gesucht. Unsere Tochter war nie in einer Krabbelgruppe oder in
einer anderen Gruppe.
Abends stundenlanges TV bis 23:00 Uhr z.B. German next Model, Deutschland
sucht den Superstar usw.
Einmal in der Woche, das war Sonntag, hat meine Frau die Wohnung geputzt.
Meine Frau hat einen Integrationskurs besucht, der seit 2005 Pflicht für
Einwanderer ist. Den Deutschkurs hat meine Frau nicht bestanden.
Zuhause wurde nur deutsch gesprochen, da ich kaum englisch oder eine andere
Sprache sprechen kann.
In der Kommunikation zwischen uns gab es sehr viele Probleme. Meine Frau
erklärte mir meistens, dass Sie alles verstanden habe. Dies war nicht
der Fall, da es oft Missverständnisse gab. Dadurch gab es des öfteren
verbalen Streit.
Meine Frau hat in den 3 Jahren kein deutsches Buch oder Zeitschrift gelesen,
ok, das Fernsehprogramm.
Ich kann behaupten, dass unsere Tochter zu 50% von mir und 50 % von meiner Frau betreut und versorgt wurde. Dabei kam mir meine ganze Sachkenntnis meines erlernten Berufes zugute.
Von Anfang Januar bis Juli 2007 war ich krank und die meiste Zeit zu Hause.
Ich betreute und versorgte weiterhin hälftig meine Tochter und den Haushalt
erledigte ich fast ganz bis auf das Kochen.
Von November 2008 bis heute arbeite ich wieder in meinem alten Beruf als
Familienpfleger.
Seit Dezember bis heute habe ich große Schmerzen in der rechten Hüfte.
Trotz dieser Probleme habe ich meine Tochter betreut und versorgt. Trotz dieser
heftigsten Schmerzen habe ich den Haushalt erledigt. Meine Frau hat mich in
keinster Weise unterstützt. Sie hat keine Rücksicht genommen.
Sie ist zwei Mal mit unserer Tochter ohne mich nach Äthiopien geflogen.
Ich wollte ihr eine Freude machen, damit sie den Bezug zu ihrer Familie und
ihrer Kultur nicht verliert.
Das Ticket und die Reisekosten habe ich bezahlt.
Das Taschengeld - 1150 Euro - waren ihr für 6 Wochen zu wenig, obwohl
sie keine Miete bezahlen musste und keine Nahrungsmittel einkaufen brauchte.
Von Dezember 2007 bis heute arbeite ich in einer Familie mit 2 Kleinkindern täglich 9 Stunden im Schichtdienst, dazu kommen 2 Stunden Fahrzeit.
Am 13. März kam ich um 23:00 Uhr von der Arbeit nach Hause. Meine Frau
saß vor der Glotze.
Da erzählte Sie mir, dass sie in einen Äthiopier, der in Finnland
studiert, verliebt sei. Die Liebe zu ihm sei so groß, sie kann nichts
dagegen machen.
Sie telephonierte mit ihrem Geliebten oder sie korrespondierte per E-Mail
mit ihm. Alles hinter meinem Rücken, während ich arbeitete. Es gab
Telefonrechnungen in Höhe von 80 bis 90 Euro. Ich bin ein Wenig-Telefonierer.
Ich konnte wochenlang nichts mehr essen, ich konnte nur ein bis 2 Stunden
schlafen.
Während ich weiterhin meiner Arbeit nachging, konnte ich an nichts anderes
mehr denken, als an meine Familie und was meine Frau uns angetan hat. Mein
Herz blutete wegen Liya. Ich konnte nur noch weinen.
Ich war hilflos, konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, ich fühlte
mich alt und ausgemergelt. Selbstvorwürfe, welche Fehler habe ich gemacht,
draußen in der Gesellschaft fühlte ich mich wie ausgestoßen.
Die Telefonnummer des Lovers war sogar auf unserem Telefon gespeichert.
Jede Nacht, in der ich nicht schlafen konnte, sendete ich dem Lover nach Finnland
mehrere SMS mit der Bitte, den Kontakt zu meiner Frau abzubrechen, im Interesse
unserer Familie.
Sonst hilft er mit, sie zu zerstören. Ich war sachlich, erhielt nie eine
Antwort von ihm.
Meine Frau hat auch zwei Tanten in Nürnberg. Die wussten von dem Drama
in unserer Familie auch nichts.
Ich schrieb einer der Tanten einen langen Brief, sachlich und ehrlich über die Geschehnisse und Vorfälle. Sie riefen bei meiner Frau an und erklärten ihr, sie solle die Familie retten. Eine der Tanten weinte bitterlich am Telefon, das Telefon war laut gestellt. Sie sagte mir, das sie sich schämen für meine Frau. Auch die beiden Tanten konnten meine Frau nicht zur Umkehr bewegen. Ich wäre bereit gewesen, meiner Frau zu verzeihen. Einen Ausrutscher kann man verzeihen.
Meine Frau blieb stur, bis zum heutigen Tage. Nach 4 Wochen konnte ich wenigstens
einigermaßen wieder gut schlafen und essen. Ich habe Bücher gelesen
über Männer, die von ihren Frauen verlassen wurden. Das half mir
sehr, die Betroffenheit anderer.
Mir wurde langsam klar, dass unsere Ehe nicht mehr zu retten ist.
Deshalb bat ich meine Frau, eine Wohnung zu suchen, sie wollte auch eine andere
Wohnung.
Sie lebte weiter nach dem Schema lange schlafen, die Wohnung kommt ihr in
den Schoß gefallen.
Unser Zusammenleben wurde immer mehr gereizter. Im Haushalt machte Sie überhaupt nichts mehr, lag faul herum, am liebsten vor der Glotze.
Ich forderte sie mehrere Male auf, früh aufzustehen und bot ihr an, sie bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Das Problem ist, dass sie der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Sie versteht die Fragen in dem Wohnungsbewerbungsbogen nicht. Deutsch schreiben ist kaum möglich, daher weiß ich, dass sie der Hilfe bedarf.
Am 6. März bat ich sie nochmals, eine Wohnung zu suchen, das Zusammenleben wird immer unerträglicher. Am Montag, den 7. März packte sie dann unsere Tochter und ging zunächst zu einer marrokanischen Freundin. Nach 2 Stunden kam meine Frau in die Wohnung zurück. Sie packte den Koffer mit Kleidern und Kindersachen.
Ich fragte Sie, wo unsere Tochter sei. Sie antwortete, das gehe mich nichts
an.
Da meine Frau kaum Freundinnen hatte, konnte nur eine Person in Frage kommen,
bei der meine Tochter sein konnte. Ich rief bei Fatima an. Sie bejahte es,
dass meine Tochter da sei.
Fatima hatte auch versucht, meine Frau umzustimmen, auch im Interesse des
Kindes.
Das Telefon war laut gestellt. Meine Frau konnte alles verstehen, was gesprochen
wurde.
Fatima erzählte mir, dass meine Frau mich bei ihr schlecht gemacht hätte.
Meine Frau ging dann mit Koffer. Die Wohnungsschlüssel legte sie auf
dem Tisch ab.
Meine Frau ging ins Frauenhaus nach M.
Dort rief ich an und eine Männerhasserin verbot mir, dort anzurufen,
sie gäbe mir keine Auskünfte. Gespräch beendet.
Mittlerweile habe ich bei meiner Frau 5 Mal angerufen - sie hat ein Handy
- um eine Besuchsregelung mit meiner Frau zu vereinbaren. Bisher konnte ich
nur einmal meine Tochter sehen. Für 2,5 Stunden. Dann sagte meine Frau
""das reicht!".
Mehrere Telefonate, um eine gegenseitige einvernehmliche Besuchsregelung
zu finden, schlugen fehl. Das Argument meiner Frau, solange Sie keine eigene
Wohnung hat, kann ich meine Tochter nicht sehen.
Auf die Frage, wie lange das dauert, bis sie ihre eigene Unterkunft hat, wusste
sie mir keine Antwort zu geben.
Ich sprach sie an, dass sie meine Tochter von mir entfremdet. Ihr wäre
es scheißegal, ob ich eine Besuchsregelung über das Familiengericht
erreichen würde. Ich könne machen, was ich wolle. Das Gespräch
war beendet.
Heute war ich beim Jugendamt gewesen, ich bekomme demnächst einen Termin.
Wir leben seit dem 7. März getrennt.
Ich möchte meine Tochter sehen, ich suche ihre Nähe, ihre kleinen
Finger, ihr wuscheliges schwarzes Haar, ihre schwarzen Kulleraugen, ihr weicher
Babyspeck, ihre goldige Babysprache, ihr lautes Schreien, ihre Konzentration
auf etwas neu Entdecktes - alles einfach, alles vermisse ich. Meine Tochter,
wo bist du?
Kommentar von Franzjörg Krieg
Binationale Ehen – besonders dann, wenn völlig fremde Kulturen
kombiniert werden – bergen immer ein hohes Risiko. Sie werden aber massenhaft
geschlossen, weil sich zwei Interessen dabei gegenseitig verstärken:
Sie will aus einem Entwicklungsland ins Schlaraffenland und macht ihr Frausein
zum Tauschobjekt für den Erhalt der Eintrittskarte ins Schlaraffenland
und möglichst für eine umfassende Versorgung ohne eigenen Leistungsbeitrag
– im Idealfall lebenslang.
Ihn reizt das Exotische und er meint, im Standard Entwicklungsland auch jemand
zu finden, die zu schätzen weiß, was ihr geboten wird und die die
Disziplin aufbringt, ihren Teil zum Familienerhalt beizutragen. Dabei übersieht
er, dass in den meisten Fällen die Frauen schon durch andere Frauen vorgelebt
bekamen, wie es in Deutschland funktioniert, das Frausein zur Ware zur machen,
die den Rest frei Haus liefert.
Frauenhäuser sind inzwischen gezwungen, zur Beantragung weiterer Gelder entsprechende Belegungszahlen aufzuweisen. Sie beschränken sich bei der Aufnahme deshalb nicht auf tatsächlich geschlagene Frauen, sondern scheuen sich nicht, Täterinnen aufzunehmen, diese zu decken, den Sorgerechtstatus des Mannes zu missachten, den Mann durch Verleumdung zum Täter zu definieren, Kindesentzug zu unterstützen und Kinder zu Halbwaisen zu machen.
Wir sammeln inzwischen solche Fälle und werden eine Dokumentation
dazu erstellen.
Antwort auf dieses Fallbeispiel (bitte unter Benennung des Fallbeispieles)