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21.02.2008, e-Mail an die "Kindernothilfe"
Von: NNSehr geehrte Damen und Herren,
Im Kindernothilfe-Magazin 186. Ausgabe 1/2008 empfehlen Sie auf S. 25 das Buch „Gebt den Frauen das Geld!“ von Sabine Kuegler. Sie zitieren darin anerkennend das Fazit der Autorin, die sagt: „Der Schlüssel zum Sieg über die Armut und ein menschenunwürdiges Leben der nächsten Generation liegt in den Händen der Frauen“....[mehr]
Wenn das so ist, und Ihre positive Rezension legt nahe, daß Sie die
These von Frau Kuegler teilen, dann darf ich davon ausgehen, daß zukünftig
Armut und menschenunwürdiges Leben allein mit dem Geld der Frauen und
ohne Hilfe von Männern überwunden werden! Ich gehe deshalb ebenfalls
davon aus, daß Sie das Geld eines Mannes wie mir zukünftig nicht
mehr benötigen und kündige unsere beiden Patenschaften, die wir
seit fast zehn Jahren haben, mit sofortiger Wirkung.
Ihre Ermächtigung zum Lastschrifteneinzug von unserem Konto (Konto-Nr.
xxxx) ist mit sofortiger Wirkung erloschen. Bitte nehmen Sie keine Einzüge
mehr vor, da wir Widerspruch einlegen würden. Allfällige Kosten
würden zu Ihren Lasten gehen .
Ich darf noch anmerken, daß es mir unverständlich ist, wie eine
Organisation wie die Ihre eine vollkommen weltfremde These wie die, daß
Armut und Chancenlosigkeit in armen Ländern ausschließlich (!)
Schuld der Männer seien, da diese das Geld in Bordelle und Kneipen trügen,
verbreiten möchte. Man muss kein Volkswirtschaftler mit der Spezialisierung
Entwicklungsländer sein, um zu wissen, daß diese Aussage schlicht
falsch ist. Mir fehlt das Verständnis dafür, daß Sie –
ohne Not – den Konflikt mit der männlichen Hälfte ihrer Spender
suchen und das Buch einer unbekannten Autorin, die glaubt auf 184 Seiten eines
der großen Probleme der Menschheit gelöst zu haben, über das
sich wahrlich größere Geister seit Jahrzehnten die Köpfe zerbrechen,
empfehlen. Ich kenne kein komplexes Problem der Menschheit, das sich durch
den Rekurs auf Gender-Issues lösen ließe.
Aber bitte – wenn Sie das glauben, dann glauben Sie es, und wenn Sie
solch hanebüchene Thesen propagieren wollen, dann tun Sie es –
aber bitte nicht mit unseren Spendengeldern, denn die werden von Männern
verdient und, das werden Sie jetzt wahrscheinlich nicht glauben, diese Männer
tragen diese Gelder weder in Bordelle noch in Kneipen!
Noch was:
Ich habe mit meiner GmbH der Grundschule, die mein Sohn besucht, zu Weihnachten
und im Januar insgesamt ca. € 5000,- für neue PCs und Bildschirme
gespendet und die Installation und Vernetzung durch unser Systemhaus haben
wir auch noch bezahlt. Laut Chrismon bin ich mit dieser, doch eher bescheidenen
Summe bereits auf dem Weg zum „Großspender“, obwohl ich
kein Millionär bin, der sein Geld an der Steuer vorbei nach Liechtenstein
trägt. Und da hatte ich mir bereits überlegt, ob ich mit einer ähnlichen
Summe nicht auch einmal eines ihrer Projekte unterstütze … ? Aber
gut, das geht jetzt an die örtliche Grundschule, da kommt es auch Kindern
zugute. Die Rektorin der Grundschule ist zwar auch eine Frau, und die meisten
Lehrer sind es auch, aber die haben sich dumme Bemerkungen über Männer,
die in Bordelle gehen (mir gegenüber zumindest), bis jetzt verkniffen.
Und noch was zum Schluss:
Ich habe eine hochstrittige Scheidung hinter mir, während derer die Mutter
meines Kindes jahrelang versucht hat, mir den Umgang mit dem Kind zu entziehen
und mir mein Kind zu entfremden. Und das alles, obwohl ich doch - ohne mein
Geld in Kneipen und Bordellen zu verprassen - immer weit überobligatorisch
bezahlt und auch sonst jederzeit für Mutter und Kind da war. Und jetzt
halten Sie sich fest: Obwohl das Jugendamt strikt gegen Väter ist (der
zigfache Tod durch Verhungern von Kindern in den neuen Bundesländern
ist den Jugendämtern allerdings egal) und die Familiengerichte kaum jemals
der Klage eines Vaters stattgeben, ist es mir doch glatt gelungen, hier vor
Gericht erfolgreich zu sein. Und seit seiner Geburt bin ich meinem Sohn nun
ein guter Vater, verbringe viel mehr Zeit mit ihm, als mein Vater jemals mit
mir verbracht hat, gebe ihm Klavierunterricht, betreue ihn, habe ihn lieb,
mache mit ihm Hausaufgaben, fahre mit ihm in Urlaub und lese ihm abends vor.
Und das alles tue ich, weil ich ihn liebe. Und die Patenschaften bei der Kindernothilfe
habe ich deshalb übernommen, weil ich Kinder mag, weil ich denke, daß
wir mit unserem Geld auch direkt helfen sollen, und weil ich mein Geld nicht
in irgendwelche Steueroasen schleuse, um mir dann mit 64, sklerotisch, machtbesessen,
unfreundlich, aber reich, eine Burg in Südtirol zu kaufen. Und obwohl
ich das alles tue, und obwohl es doch tausende, ja Millionen Männer wie
mich gibt, die an ihren Kindern hängen und für Kinder gerne etwas
tun, hauen sie mir so ein schwachsinniges Buch um die Ohren.
Mit Verlaub: Sie müssen doch von allen guten Geistern verlassen sein!
Mit freundlichen Grüßen, Sincerely Yours,
NN
21.02.2008, Kommentar von Franzjörg Krieg:
Wir wissen, dass inzwischen so viele Männer quer durch alle
Gesellschaftsschichten von den schlimmen und männerverachtenden Vorgängen
in der Familienrechtspraxis betroffen sind, dass dies natürlich Auswirkungen
in die Gesellschaft hat.
Die ideologische Verhärtung in der feministischen Mütterlobby wird
sich zunehmend mit diesen Auswirkungen konfrontiert sehen und deren ideologische
Ausrichtung wird sich den Realitäten stellen müssen.
Dies zeigt deutlich das aktuelle Beispiel aus unserer Gruppe.