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Anmerkungen zur Broschüre "Beratungsangebote" des Arbeitskreises "Trennung und Scheidung", Bruchsal

von Franzjörg Krieg

Außer einer ganzen Reihe von Beratungsangeboten für "Familien und...", die offen sind für zu Bera-tende jeden Geschlechtes und Alters, listet die Broschüre einige besondere Angebote für Frauen auf, darunter

Es fällt auf, dass es neben diesem Übergewicht an Angeboten für Frauen kein einziges spezielles Angebot für Männer gibt.
Dabei sind Männer genau so bedürftig, was Beratung anbetrifft, wie Frauen. Allerdings erfahren Män-ner, dass für sie im Ernstfall niemand zuständig ist, dass sich niemand ernsthaft für ihre Probleme interessiert. Die Regel ist, dass Frauen in ihrer subjektiven Befindlichkeit kostenlos bedient werden, besonders wenn sie Mütter sind. Väter werden zum fraglichen Versuch der kostenintensiven Berück-sichtigung ihrer Situation an Rechtsanwälte und Gerichte verwiesen.
Die vorliegende Broschüre beweist erneut die Konzentration einer mütterorientierten Beratungsszene auf die Bedürfnisse von Frauen und damit die sexistische und diskriminierende Behandlung von Män-nern.
Das ist natürlich nicht spezifisch für Bruchsal. Quer durch die BRD kann das selbe Muster festgestellt werden. Bundespolitisch wurden die Weichen dafür gestellt, dass die Frauenszene aus öffentlichen Geldern üppig finanziert wurde. Das war im Ansatz durchaus in Ordnung und begründet. Inzwischen allerdings hat sich die institutionalisierte Frauenszene in Pfründen eingerichtet, hat bestimmte The-mengebiete an sich gezogen und bestimmt die öffentliche Meinung darüber einseitig, voreingenom-men und allein auf ihre Zielgruppe Frauen ausgerichtet. Dadurch wird – durch Steuergelder finanziert – sexistisch diskriminierend argumentiert und gehandelt.
Ein Beispiel dafür ist die letzte bedruckte Innenseite der Broschüre über "Häusliche Gewalt". An einer einzigen Stelle wird in Klammer auch der Schutz von Männern angemerkt. Alles andere spricht von Tätern, gewalttätigen Partnern, der Trennung vom Partner, der Unterstützung durch eine Freundin, etc. Wo sind die prügelnden Täterinnen? Wo sind die Männerhäuser, in die Väter mit ihren Kindern flüchten können, wenn ihre gewalttätige Partnerin in der Aggression nicht zu stoppen ist?
Die Sozialwissenschaften wissen um die Aggressionen von Partnerinnen, die sich in der Intensität nicht von denen von Männern unterscheiden. Allein die Mittel sind andere. All dies ist bekannt und die Beratungsszene weiß davon, leugnet allerdings hartnäckig die Fakten.
Notorisch ist jeder Mann ein potentieller Täter, jede Frau ein Opfer. "Die blauen Augen hat sie vom Vater" meint ein Plakat der Szene sarkastisch. Wo sind die prügelnden Mütter, die zuerst den Vater ihrer Kinder aus Egoismus entsorgten und dann überfordert fortgesetzt ihre Kinder schlagen? Jeder weiß davon und kehrt diesen Teil der Realität unter den Teppich.

Erst wenn Männer und Väter in ihrer Bedürftigkeit erkannt, angenommen und bedient werden, kann die Beratungsszene ihre Aufgabe auch erfüllen.
Der "Väteraufbruch für Kinder" kümmert sich vorrangig um die Bedürfnisse von Vätern, berät und hilft. Solange dieser wichtige Teil von Beratung ausschließlich privat finanziert werden muss, ist die Famili-enrechtspraxis in der BRD väterdiskriminierend.

 


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