Trennung ohne Streit für die Kinder
Bericht vom 8. Familienkongress
Der Bundesverein „Väteraufbruch für Kinder“ veranstaltete am 7. und 8. November 2009 den 8. Familienkongress für Mitarbeiter in Beratungsstellen und Jugendämtern, Rechtsanwälte und Familienrichter. Ein interdisziplinärer Dialog zwischen Jugendamt, Gutachtern, Rechtsanwälten und Richtern nach dem Vorbild der Cochemer Praxis machte die ersten Erfahrungen mit dem neuen Familienrecht deutlich und zeigte Lösungsansätze auf, um den Paarkonflikt nicht zur Waffe gegen die Kinder werden zu lassen.
Etwa 200.000 Kinder sind jährlich von einer Trennung betroffen, viele von ihnen leiden unter dem Umgangsboykott bis hin zur völligen Ausgrenzung eines Elternteils. Nun werden Familienrechtsverfahren vorrangig behandelt, bevor sich der Streit verfestigen kann.
Auch sollen die Umgangsrechte des Kindes besser geschützt werden. Für hartnäckige Fälle können auch Ordnungsstrafen bei Umgangsboykott verhängt werden. Wird sich die alltägliche Praxis der Umgangsboykotte und Loyalitätskonflikte freiwillig ändern lassen oder braucht es staatlichen Druck?
Der Praktikant des Väterradios, Johannes Baumgarten hat verschiedene Tagungsteilnehmer interviewt und seine Beiträge werden in der Sendung zu hören sein. Ich möchte mich bei ihm herzlich bedanken.
| Dr. rer. medic. Dipl.-Psych. Anne Liedtke |
Gutachterin im Rechtspsychologischen Institut Halle |
| Katharina Brederlow |
Leiterin des Jugendamtes Halle |
Thomas Krille |
Richter am Amtsgericht Zerbst.
Vorsitzender des Bundesverbandes „Anwalt des Kindes“ |
Josef Mohr |
Fachanwalt für Familienrecht |
(Von Dietmar Nikolai Webel)
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